Fernost-Leitbörsen weitgehend schwächer

25. Juni 2010, 11:34
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Negative Vorgaben belasten

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag weitgehend schwächer tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio reduzierte sich um -190,86 Zähler oder -1,92 Prozent auf 9.737,48 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 42,70 Zähler (minus 0,21 Prozent) auf 20.690,79 Einheiten.

Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.852,43 Zählern und einem Plus von 4,82 Punkten oder 0,17 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 64,7 Zähler oder 1,44 Prozent auf 4.439,4 Einheiten. Abwärts ging es auch für die Chinesische Börse. Der Shanghai Composite sank um 0,54 Prozent oder 13,93 Zähler auf 2.552,82 Punkte.

Angesichts negativer Vorgaben von der Wall Street haben die asiatischen Börsen weitgehend Verluste verbucht. Die Stimmung am Markt sei nicht sehr gut, sagte Stratege Noritsugu Hirakawa von Okasan Securities. Sollte es keine ermutigenden Signale vom Treffen der Regierungschef der acht führenden Industrienationen in Toronto (G8-Gipfel) geben, könne es in der kommenden Woche zu weiteren Kursverlusten kommen. Unter den Verlierern fanden sich vor allem Exporttitel. Als Grund nannten Börsianer Sorgen über das Konsumentenverhalten in den USA.

In Japan rutschten die Titel von Canon etwas um 4,5 Prozent auf 3.530 Yen ab. Die Credit Suisse hatte die Papiere zudem von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft. Nach unten ging es auch für die Aktien von Mizuho Financial und zwar um 1,29 Prozent auf 153 Yen. Medienberichten zufolge will der Finanzkonzern bis zu sechs Milliarden neue Aktien ausgeben.

Mizuho mit milliardenschwerer Kapitalerhöhung

Der zweitgrößte japanische Finanzkonzern Mizuho plant eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Das Unternehmen wolle bis zu 6 Milliarden neue Aktien ausgeben und damit die bisherige Menge um 38 Prozent steigern. Damit könnte sich Mizuho mit bis zu 857,6 Milliarden Yen versorgen. Das Geld braucht die Bank, um den strikteren Eigenkapitalregeln gerecht zu werden. Mizuho-Aktien fielen um 1,29 Prozent auf 153 Yen.

Aus China gab es weiter Neuigkeiten von der Devisenfront. Das Land hat seine Währung erneut um 0,3 Prozent gegenüber dem US-Dollar aufgewertet. Die chinesische Zentralbank legte den Kurs des Yuan am Freitag beim Fixing auf 6,7896 fest, der höchste Stand seit fünf Jahren. Am Donnerstag hatte der Kurs bei 6,8100 Yuan je Dollar gelegen. Die chinesische Regierung hatte erst am vergangenen Wochenende größere Flexibilität bei den Mechanismen zur Festlegung des Wechselkurses angekündigt.

In Australien standen erneut BHP Billiton und Rio Tinto im Fokus. Die Hoffnungen, dass die neue Australische Premierministerin Julia Gillard eine Gewinnsteuer für Rohstoffunternehmen rückgängig machen wird schwinden und setzten Minenwerte unter Druck. BHP Billiton fielen um 2,10 Prozent auf 38,80 Australische Dollar und Rio Tinto sanken um 3,00 Prozent auf 69,60 Australische Dollar.(APA)

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