"Ohne weiteres in Richtung verpflichtende gemeinsame Obsorge"

25. Juni 2010, 11:37
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Familienstaatssekretärin Marek unterstützt Bandion-Ortner in ihrer Forderung

Wien - Familienstaatssekretärin Christine Marek hat sich am Freitag für eine stärkere Inanspruchnahme der gemeinsamen Obsorge nach Scheidungen und mehr Väterbeteiligung ausgesprochen. Dabei könne es "ohne weiteres in Richtung verpflichtende gemeinsame Obsorge" gehen, meinte sie am Freitag. Allerdings gehe es um die "Frage, wie man es macht". Man müsse verschiedene Aspekte berücksichtigen, damit das Modell auch "in der Praxis gelebt werden kann".

Am Dienstag hatte Marek erklärt, dass im Hinblick auf eine automatische gemeinsame Obsorge, wie sie sich ihre Parteikollegin Justizministerin Claudia Bandion-Ortner vorstellen kann, noch viele Frage offen seien und noch vieles zu diskutieren sei. Dieser Meinung sei sie nach wie vor, so Marek. Eine Diskrepanz zwischen ihr und Bandion-Ortner gebe es bei diesem Thema aber "überhaupt nicht", betonte die Familienstaatssekretärin auf eine entsprechende Frage.

Die gemeinsame Obsorge habe sich "bewährt", man müsse sich nun anschauen, wie man sie ausbauen könne, "ohne zusätzliche Probleme zu machen", sagte Marek. Wichtig sei, von den Kindern auszugehen. Grundsätzlich stehe sie der verpflichtenden gemeinsamen Obsorge positiv gegenüber, es gehe aber um die "Frage des Wie". Beispielsweise müsse man auch nachdenken, wie man mit Doppelresidenzen des Kindes umgehe, was es etwa in Deutschland gebe. Sie sehe das Projekt "als Gesamtes", man müsse verschiedene Aspekte berücksichtigen, damit das Modell dann auch "in der Praxis gelebt werden kann". Man werde sich jedenfalls in die von Bandion-Ortner angekündigte Arbeitsgruppe einbringen. (APA)

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