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Das blasse Gesicht und fragile Äußere täuschen: Julia Gillard ist eine Politikerin, die mit ihrer scharfen Zunge selbst die eloquentesten Gegner verbal zerfleischen kann. Ihre Geschichte ist Zeugnis eines frühen Kampfes. Am 29. September 1961 in Wales geboren, litt die kleine Julia an einer chronischen Lungenkrankheit. Auf Rat der Ärzte entschieden sich ihre Eltern, in ein wärmeres Klima auszuwandern - nach Australien. In Adelaide entwickelte sich das Mädchen trotz seiner Gesundheitsprobleme gut.
Prägend waren ihre Eltern: Der Vater - früher ein Kohlekumpel - ließ sich zum Psychiatriepfleger ausbilden, die Mutter arbeitete in einem Altenheim. Soziales Denken, das Bewusstsein für die Bedürfnisse Benachteiligter waren Teil ihres Alltags. Gillard studierte Recht und Kunst. Statt wie geplant Lehrerin zu werden, folgte sie dem Rat einer Bekannten, die meinte, sie sei "gut im Argumentieren und Debattieren" und solle doch Anwältin werden. Julia Gillard arbeitete bei der Firma Slater & Gordon, die sich auf Fälle spezialisiert, wo der sogenannte kleine Mann einem mächtigen Gegner gegenübersteht.
Sie wurde Vorsitzende des australischen Studentenverbandes und war aktiv in der linken Organisation Sozialistisches Forum. Gillard lobbyierte für eine Steuer für besonders Wohlhabende und für ein Schwesterstadtabkommen zwischen Melbourne und dem damaligen Leningrad.
Der Schritt in die Politik geschah als Stabschefin des damaligen Oppositionsführers im Bundesstaat Victoria, John Brumby. Gillard setzte sich für die Gleichberechtigung von Frauen in der Labor-Partei ein - und gesellte sich dazu: 1998 wurde sie Abgeordnete in Canberra.
Als Schattenministerin für Gesundheit lernte sie zum ersten Mal Tony Abbott kennen, den Mann, der heute konservativer Oppositionsführer ist - und damit ihr direkter Gegenspieler. Die verbalen Schlachten, die die beiden einander lieferten, sind heute Politikgeschichte.
Gillard ging fast immer als Siegerin hervor. Als Labor 2007 dem konservativen Premierminister John Howard nach elf Jahren im Amt das Regierungszepter entriss, kam Gillard's Talent als harte politische Spielerin auch im Ministeramt bald zum Einsatz. Sie demontierte die unfairen Arbeitsgesetze, die der Neokonservative Howard eingeführt hatte, mit der Kaltblütigkeit eines Fleischhauers, der einem Schaf den Hals durchschneidet. Spätestens dann lernten Julia Gillard's Gegner, sie nicht zu unterschätzen. (Urs Wälterlin/DER STANDARD, Printausgabe, 25.6.2010)
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weeeen juckt die politik
hauptsache frau am steuer das is wichtig beim standard
dass sie ihren vorgänger aufgrund von umweltfragen und bestimmungen für die ausbeutung der rohstoffe im namen der schürflobby abgesägt hat ist nicht wichtig
denn frau am steuer in austalien > ureinwohner und ihre rechte oder umweltschutz
genau so gehört sichs
ihre kindheitsgeschichte > was sie als politikerin getan hat
natürlich viel wichtiger das geschlecht als die taten
so viel zu gleichberechtigung, sollte gleichberechtigung nicht heissen das geschlecht wäre egal?
danke für diesen erheiternden artikel
btw "jeder hat das recht auf freie meinungsäußerung" plakat hinter peter havlik beim standard ist GÖTTLICH und an ironie kaum zu überbieten.
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