Causa Meischberger: Für Grüne "ein Abkauf seines Mandats"

24. Juni 2010, 17:48
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Wien - Angesichts des "Überbringersparbuches" in der Höhe von 2,5 Millionen Schilling (181.682 Euro), mit dem sich Walter Meischberger 1999 seinen Rücktritt als Nationalratsabgeordneter von der FPÖ abkaufen haben lassen soll, rechnet der Grüne Karl Öllinger vor, dass der blaue Ex-mandatar damals vom Hohen Haus durch den Anspruch auf eine Politikerabfertigung "mindestens weitere 600.000 Schilling brutto" (43.603 Euro) bekommen haben muss. "Also noch eine kleine Entschädigung für die viele Mühe", meint Öllinger spitz.

Hintergrund: Die FPÖ soll dem Lobbyisten, der einst wegen einer Steueraffäre zur Belastung für seine Partei wurde und gegen den in der Buwog-Affäre ermittelt wird, wenige Tage vor seinem Anspruch auf eine lukrative Politikerpension auf diese Weise den Abgang erleichtert haben. Öllinger dazu: "Das kommt einem Abkauf seines Mandats gleich." (red, DER STANDARD, Printausgabe, 25.6.2010)

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