Bewegliche Heckflügel erlaubt, F-Schacht verboten

24. Juni 2010 14:16

Regeländerung soll Überholmanöver erleichtern, 107-Prozent-Regel wird wieder eingeführt

Genf/Valencia - Neben der Rückkehr von Pirelli ab 2011 als alleiniger Reifenlieferant der Formel 1 sind auf der Sitzung des Motorsport-Weltrates am Mittwoch in Genf noch weitere wichtige Beschlüsse gefasst worden. So wird die sogenannte 107-Prozent-Regel wieder eingeführt, die Safety-Car-Regel wurde präzisiert und ab 2011 sind sogar bewegliche Heckflügel erlaubt, die das Überholen erleichtern sollen. Verboten wird künftig hingegen das von McLaren entwickelte F-Schacht-System. Das Mindestgewicht der Autos wird auf 640 Kilo angehoben.

Die 107-Prozent-Regel besagt, dass an einem Grand Prix nur noch die Fahrer starten dürfen, deren Rundenzeit im ersten Qualifikations-Durchgang nicht schlechter als sieben Prozent der Zeit des schnellsten Piloten sein darf. Die Rennkommissare haben aber das Recht, unter bestimmten Umständen (etwa bei wechselnden Witterungsbedingungen) dem Piloten doch das Startrecht zu erteilen.

Präzisierung wegen Schumacher-Ausritt

Die Präzisierung der Safety-Car-Regel war wegen des Manövers von Mercedes-Pilot Michael Schumacher beim Großen Preis von Monaco im Mai notwendig geworden. Der Rekordweltmeister hatte Fernando Alonso im Ferrari kurz vor dem Ziel überholt, nachdem das Safety-Car in der Schlussrunde die Strecke wieder verließ. Nach der Aktion war wegen der unpräzisen Regelinterpretation lange unklar, ob Schumacher bestraft werden sollte. Am Ende wurde er im Klassement um fünf Plätze nach hinten strafversetzt. Das World Motorsport Council bestätigte nun den Regelverstoß.

Auch auf die Aktion des WM-Führenden Lewis Hamilton in der Qualifikation zum Großen Preis von Kanada reagierten die Funktionäre. Der McLaren-Pilot hatte nach seiner letzten Qualifikationsrunde den Motor seines Autos abgestellt und war ausgerollt, um noch genügend Sprit für die Benzinkontrolle im Tank zu behalten. Dies ist nun verboten und wird künftig stärker sanktioniert. Der Brite war lediglich mit einer Strafe von 10.000 Dollar belegt worden. (APA/Reuters/dpa/AFP)

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16 Postings
Prolet
30.06.2010 06:28
Für Nachzügler gibt es ein Gerätchen, das die Bremsen ausschaltet!

Dafür kann man mit zwei Pedalen Gas geben;-)

Onkel Tom´s Hütte
29.06.2010 20:03
Bin dafür,

dass eine Fahrerhälfte in Gegenrichtung fahren muss....

Mortimer
27.06.2010 15:05
KERS wird wieder kommen :-(

Verstehe den Zick-Zack-Kurs der FIA nicht:
da wird zunächst mühsam alles getan um die Kosten für die Teams so weit es geht zu senken, und nun führt man das sündteure KERS wieder ein

Fazit: die kleinen Teams werden nächstes Jahr noch weniger Chancen haben als heuer ...

Der Horizont
27.06.2010 09:16
Wirklich interessant werden die Rennen, wenn vorbestimmt ist, wer gewinnen muß und der hat einen Crash!

Das wäre ein Hasenjagd;-)

Schmiernippel
27.06.2010 06:47
Das Sicherste und Innovativste ist das Verbot eines Lenkers an Board.

Die Technik der Fernsteuerung käme voran, und niemand müßte sich mehr in ein Auto quetschen um Zigarretten zu besorgen.

Die Ausstattung der Fingefood und sonstigen Schnellverkäufer wird mit einer Scherengitter-Teleskopzange erweitert (innovativ) und das Inkasso erfolgt so wieso nur mehr per Handy.

Gadgets des Fahrzeugs für die Lieferung in die Stockwerke des Bestellers sind hochinnovativ und können während des Rennens zum Hutlüften beim Überholen eingesetzt werden.

Das wär' wieder was Neues;-)

Gab El Shtapla
26.06.2010 18:41
Die einzige notwendige Regeländerung

wäre das Cockpitverbot für Schnecken wie den Klien!

Börek Obama
26.06.2010 14:41

bewegliche heckflügel... da bin ich ja gespannt auf die ersten katastrophalen crashes wenn das system ausfällt...

Prolet
30.06.2010 06:24
Wenn man Heckflügel schnell genug bewegt, wird man zu red Bull?

Senator Alvin M. Greene
26.06.2010 15:06

Wenn die Flügel durch den Wind bewegt werden, dann ist das halbwegs sicher.

Wenn es da ein aktives elektrisches oder mechanisches System gibt, kann da natürlich einiges passieren.

black jack
25.06.2010 18:25
... , deren Rundenzeit im ersten Qualifikations-Durchgang nicht schlechter als sieben Prozent der Zeit des schnellsten Piloten sein darf.

Wahnsinn - wie soll das gehen?
Wenn der Trainingsschnellste zB 70 Sekunden für eine Runde bräuchte, müssten die anderen schneller als 10 Sekunden sein. (-;

TrifterSepp
 
25.06.2010 12:27

Interpretiere ich das Richtig:

Der F-Schacht ist erst abe nächsten Jahr verboten, richtig?

Mirstetta Toni
25.06.2010 11:20

angeblich wird 2012 das lenkrad verboten und durch zwei seilzüge ersetzt.

SchneeFee
25.06.2010 10:44

Ich finde ja diese andauernden Regeländerungen, vor allem im Technischen Breich, bewirken genau das Gegenteil der angestrebten Kostenreduktion.

Der Horizont
27.06.2010 09:22
Richtig - ein Drehkolbenmotor brächte da eine innovative Neuerung.

Keine Ventile, keine Kurbelwelle und das ganze Zeugs kann man sich ersparen.

Wir hätten schon lange Motoren, die mit jedem Brennstoff mutzbaren Kammerdruck erzeugten und hätten keine Treibstoffsorgen. Holzschnitzel, altes Frittenöl,ect. genügte.

Die Welt muß zur Innovation gezwungen werden - Fortschritt um jeden Preis - ein Schritt mehr und wir liegen im Abgrund.

do foit ma ei...
25.06.2010 08:32
da heist es aber nun wirklich gasgeben - und rechnen ;-)))

...deren Rundenzeit im ersten Qualifikations-Durchgang nicht schlechter als sieben Prozent der Zeit des schnellsten Piloten sein darf

Risky
25.06.2010 09:49
Naja

das heißt, dass man sich bei einer Rundenzeit von 1:15 über 5 Sekunden Rückstand leisten kann. Auf den meisten Kursen liegt sie aber zwischen 1:20 und 1:40. Somit sollte sogar HRT dieses Limit schaffen.

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