"Journey" entführt in die Einsamkeit und "Child of Eden" liefert psychedelische Kämpfe
Die vergangene Videospielmesse E3 stand abermals im Zeichen der neuen Technologien und kommenden Videospiel-Blockbuster. Doch zwischen "Zelda", "Gran Turismo" und "Halo" fanden sich auch die eine oder andere Spiele-Perle, die das Potenzial hat, den ganz Großen den Rang abzulaufen. Nun, vielleicht ist das etwas zu weit gegriffen, aber bereits in den vergangenen Jahren haben Werke wie "Braid" oder "Flower" bewiesen, dass aus kleinen Lüftlein Orkane werden können. Zwei Projekte, die auf der E3 besonders viel Staub aufgewirbelt haben, sind "Journey" und "Child of Eden".
Eine Reise ins Land der Fantasie
"Journey" stammt von den "Flow"- und "Flower"-Schöpfern thatgamecompany und soll Spielern das Gefühl vermitteln, nur ein ganz kleiner Stern im Universum zu sein. Es geht auf eine Reise in eine Fantasiewelt, die den immer mächtiger und beschäftigter werdenden Menschen ihre Winzigkeit und Ursprünglichkeit erfahren lassen soll. Die Entwickler vergleichen dies mit einem Spaziergang durch den Wald, in dem man plötzlich abgeschnitten von Technologie und Zivilisation nicht mehr darstellt, als die Natur einem mitgegeben hat. Als Online-Multiplayerspiel konzipiert, soll "Journey" dem einer fremden Welt hilflos ausgesetzten Spieler die Bedeutung von Gefährten verdeutlichen. Anstatt aber einfach Kräfte zu vereinen, soll die anfangs gegebene Isolation dafür sorgen, dass man sich mit seinen Mitspieler besonders auseinandersetzt.
"Um diese Ziele umzusetzen, wollten wir eine Welt erschaffen, die sich riesig und irgendwie fremdartig anfühlt. Deshalb beginnt das Spiel damit, dass ein Charakter in einer Wüste aufwacht und keine Ahnung hat, was vorher geschehen sein könnte oder später passieren wird. Es gibt nur einen hohen Berg in der Ferne, der den Spieler dazu einlädt, sich aufzumachen und sich auf eine Erkundungsreise zu begeben", erklärt Chefdesigner Jenova. "Während ihr durch diese Welt reist, trefft ihr vielleicht eine fremde Person, die auf ihrem eigenen Weg ist", so Jenova und beendet damit auch seinen Exkurs in das Anfang 2011 für PlayStation 3 erscheinende Abenteuer. Vielmehr wolle er gar nicht erklären, um Spielern nicht das Überraschungselement zu nehmen.
Psychedelischer Bewegungsshooter
Während "Journey" die sensible Seite der Spieler adressiert, entführt der inoffizielle "REZ"-Nachfolger "Child of Eden" in ein psychedelisches Action-Spektakel, das speziell für die neuen Motion-Controller "Kinect" und "PlayStation Move" ausgelegt wurde.
Der Spieler befindet sich inmitten eines Kampfes um das Project Lumi. Mit Project Lumi soll eine menschliche Persönlichkeit innerhalb von Eden, dem künstlichen Kollektivgedächtnis der Menschheit, reproduziert werden. Kurz vor dem Abschluss des Projekts dringt ein unbekannter Virus in das System ein. Die Aufgabe des Spielers ist es, Eden zu retten und ein Zeichen für Frieden und Hoffnung zu setzen. Wie sich das im Gameplay manifestiert, ist schwer in Worte zu fassen. Am besten lässt sich das Erlebnis als klanggetriebenes Farbenspiel bezeichnen. Formen verändern sich mit der Interaktion des Spielers. Die Bewegungen des Körpers sollen mit den audiovisuellen Eindrücken eine Synergie eingehen.
Child of Eden wird im ersten Quartal 2011 für PS3 und Xbox 360 erscheinen. (zw)
wer sich nicht auf eine "journey" im realen leben macht oder sich dessen bewusst ist .. muss es halt im virtuellen ..
interessant und hoffnungsvoll, dass sich menschen in einer von effekten und einstürmenden eindrücken überladenen umwelt auf eine doch nur auf das wesentliche reduzierte wahrnehmung konzentrieren können/wollen .. na da bin ich wirklich gespannt, ob es das wird, was es verspricht ..
...erstmal danke! Jetzt weiß ich, dass ich wirklich einen neuen PC spätestens für Herbst einplanen muss.
Andererseits muss ich leider sagen, dass mir einige Dinge in den Trailern nicht soooo gut gefallen haben. Erinnert ein wenig an das verkorkste Call to Power. Test of Time war auch nicht so der Bringer. Civ4 war zwar wieder besser aber an das Flair von Civ2 kommt es leider auch nicht heran.
Und die Civs... Da hätte man weit attraktivere finden können. Siam und Songhai braucht ja wirklich niemand. Wo sind meine Zulus hin? Und vor allem wo ist Babylon??? Ich müßte auch die Irokesen nicht haben.
Und ja... auch wenn es vermessen ist, ich träume davon eines Tages Civ als "Kaiser Karl V. von Österreich" zu spielen ;)
würde mich jetzt interessieren was an civ2 besser ist...
ist das jetzt ein eher nostalgischer sichtpunkt bzw. hats zur civ 2 zeit einfach noch nichts vergleichbares gegeben oder würde sich dieser reiz von civ2 auch mir erschliessen,der zuerst civ 4 gespielt hat ?
Mhm, nun ich bin noch recht gespannt.
Vor allem das abkommen vom quadratischen zum hexagonalem hin wird spannend.
Und für alles was nicht passt gibts bei Civ sowieso Mods ;).
Bei den Zivs hast du recht, sind im moment überhaupt noch recht wenige, vielleicht kommt ja noch was.. [auch wenn ich jetzt schon bemängeln kann das Kathrina von Russland im IV Teil eindeutig fescher war ;)]. Österreich gabs bei Civ IV übrigens mal als Mod.
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