Österreicher glauben gern ans Glück

24. Juni 2010, 13:44
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Rund ein Drittel mehr als für Bildung geben Herr und Frau Österreicher für Glücksspiele aus, die folgerichtig boomen

Die Bedeutung von Glücksspielen ist in Österreich massiv gestiegen, wie RegioPlan-Consulting in einer neuen Studie herausfand. Rund 2,5 Prozent des gesamten Jahresbudgets eines durchschnittlichen österreichischen Haushaltes wird für Glücksspiele ausgegeben, von 2001 auf 2009 sind die Ausgaben in diesem Bereich um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Höhere Ausgaben als für Bildung

Derzeit gibt demnach ein österreichischer Haushalt durchschnittlich rund 1.000 Euro für Glücksspiele und damit um rund 350 Euro mehr als für Bildung aus. Im Jahr 2001 lagen die Ausgaben für Glücksspiele in etwa auf dem gleichen Stand wie jene für Bildung. Der Glücksspielmarkt in Österreich ist rund 3,7 Milliarden schwer.

Am stärksten zulegen können die Online- und Wettspiele sowie Sportwetten und Casinos. Das klassische Lottospiel verliert hingegen immer mehr an Bedeutung: der Anteil sank von 75 Prozent im Jahr 2001 auf rund ein Drittel 2009.

Spielautomatenboom

Der starke Anstieg der Ausgaben im Bereich der Glücksspiele im Untersuchungszeitraum - mehr als eine Verdopplung - ist laut RegioPlan hauptsächlich auf den Onlinebereich sowie auf den Spielautomaten-Boom zurückzuführen. Fielen diese beiden Bereiche vor einem Jahrzehnt kaum ins Gewicht, so machen sie heute mehr als 50 Prozent der Gesamtausgaben eines durchschnittlichen Haushalts im Bereich der Glücksspiele aus. Auch ist der Glücksspiel-Sektor in Österreich mittlerweile in etwa gleich groß wie das Marktvolumen im Bereich Urlaub: Hier stiegen die Konsumausgaben zwischen 2001 und 2009 lediglich von 920 auf 1.090 Euro jährlich an. (red)

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