Hasbro lässt Finanzinvestor abblitzen

24. Juni 2010, 16:45
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Privatinvestor Providence Equity Partners verhandelte über Kauf des Unternehmens

New York - Hasbro pocht auf seine Eigenständigkeit. Der weltweit zweitgrößte Spielwarenhersteller hat einen Finanzinvestoren abgewiesen, der das Unternehmen kaufen wollte. Es gebe kein Interesse an einem solchen Geschäft, ließ Hasbro am Donnerstag in Pawtucket (US-Bundesstaat Rhode Island) wissen. Verkaufsgespräche fänden nicht statt, betonte der Konzern.

Nach Informationen des "Wall Street Journal" war Providence Equity Partners auf Hasbro zugekommen. Hasbro selbst nannte keinen Namen. Das Unternehmen ist die Nummer zwei bei Spielzeug nach Mattel. Von Hasbro stammen die "Transformer"-Autos oder die "Super-Soaker"-Wasserpistolen. Zu den Klassikern des Programms gehört das Brettspiel "Monopoly".

Die bekannten Namen machen das Unternehmen teuer: An der Börse kostet Hasbro derzeit rund 6 Mrd. Dollar (rund 5 Mrd. Euro). Für Finanzinvestoren wäre das aber durchaus finanzierbar. Sie sitzen auf jeder Menge Barem, weil sie in der Krise ihr Geld beisammen gehalten hatten. Zudem zeigen sich Banken bei Krediten wieder offener.

Finanzinvestoren zahlen in der Regel nur einen kleinen Teil der Kaufsumme aus eigener Tasche, den Großteil leihen sie sich und bürden die Schulden dann dem gekauften Unternehmen auf. Das hat die Branche in die Kritik gebracht. Denn die übernommenen Firmen müssen meist kräftig sparen, um die Kredite begleichen zu können. Unzählige Arbeitsplätze gingen so schon verloren. (APA)

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