Fernost-Leitbörsen schließen weitgehend leichter

24. Juni 2010, 12:09
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Fed-Aussagen belasten - Minenwerte im Fokus

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag weitgehend leichter tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio notierte zwar behauptet um 4,64 Zähler oder 0,05 Prozent auf 9.928,34 Punkte im Plus. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel hingegen um 123,12 Zähler (minus 0,59 Prozent) auf 20.733,49 Einheiten.

Abgeben mussten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.847,61 Zählern und einem Minus von 23,44 Punkten oder 0,82 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney notierte knapp behauptet mit minus 5,3 Zählern oder 0,12 Prozent auf 4.504,1 Einheiten. Schwächer notierte auch die Chinesische Börse. Der Shanghai Composite fiel leicht um 0,12 Prozent oder 3,13 Zähler auf 2.566,75 Punkte.

Sorgen wegen verhaltener Aussagen der US-Notenbank Fed haben die Aktienbörsen in Asien etwas schwächer schließen lassen. Die Fed hatte die konjunkturelle Erholung in den USA weniger optimistisch als zuvor bewertet. Die Rahmenbedingungen erforderten ein außergewöhnlich niedriges Zinsniveau über einen längeren Zeitraum. Insgesamt sei die Stimmung aber dennoch nicht so schlecht, sagte ein Fondsmanager von Chibagin Asset Management.

In Japan ging es für die Titel von Softbank um 2,8 Prozent auf 2.503 Yen nach oben. Händlern zufolge profitierten sie von der großen Nachfrage nach Apples neuer iPhone-Generation. Softbank bietet das iPhone in Japan exklusiv an.

Während Exporttitel auf der Verliererseite waren, ging es für die Papiere von Unternehmen nach oben, die ihre Geschäfte vor allem im Inland tätigen. Die Aktien des Immobilienunternehmens Sumitomo gewannen 2,9 Prozent auf 1.672 Yen und verbuchten im Nikkei damit den größten prozentualen Aufschlag. Gefragt waren zudem defensive Titel, wie Shiseido mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 2.017 Yen und Papiere des Haushaltsgeräte-Herstellers Kao mit plus 1,8 Prozent auf 2.120 Yen.

In Australien standen Minenwerte im Fokus. So legten die Papiere von BHP Billiton in Sydney um 1,30 Prozent auf 39,65 Australische Dollar zu. Rio Tinto stiegen um 1,69 Prozent auf 71,73 Dollar. Börsianer führten das darauf zurück, dass am Mittwoch Australiens Premier Kevin Rudd sein Amt niedergelegt hatte. Rudd hatte eine Supersteuer auf Profite der Bergbau-Industrie geplant.

In China stiegen die Papiere von Citic Pacific, die eine Eisenmine in Australien bauen, um 1,60 Prozent auf 15,42 Hongkong Dollar an. Yanzhou Coal Mining, die für 3 Mrd. Dollar das australische Unternehmen Felix Resources übernommen haben, kletterten um 2,20 Prozent auf 17,56 Hongkong Dollar an. Cnooc, das größte chinesische Offshore-Ölunternehmen, fielen um 2,30 Prozent auf 13,46 Honkong Dollar. (APA)

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