Sparen, sparen, sparen: Boku fürchtet "radikalste Einschnitte"

24. Juni 2010, 11:04
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Nach Gespräch mit Wissenschaftsministerium - 2013 bis 2015 werden 33 Mio. Euro für den laufenden Betrieb fehlen

Wien - Die Universität für Bodenkultur (Boku) bereitet ihre Studenten auf finanziell magere Zeiten vor. Da das Wissenschaftsministerium bei einem Gespräch am Dienstag angekündigt habe, dass es für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode bestenfalls ein stagnierendes Budget geben könne, werden zwischen 2013 bis 2015 "etwa 33 Mio. Euro für die Bedeckung des laufenden Betriebes" fehlen, heißt es in einer Mittwochabend an die Uni-Angehörigen und Studenten ausgeschickten Information des Rektorats. Und weiter: "Eine Budgetreduktion dieser Dimension ist nicht ohne radikalste Einschnitte umzusetzen."

Wissenschaftsministerium bereitet Unis auf das Schlimmste vor

Welche Standorte oder Bereiche von dadurch notwendigen Sparmaßnahmen betroffen sein werden, kann man im Büro von Rektor Martin Gerzabek noch nicht sagen. Zunächst werde man die Gremien informieren und in der kommenden Woche eine Diskussion über die weitere Vorgangsweise beginnen. Auch der Auftrag des Ministeriums, die aktuellen Leistungsvereinbarungen 2010 bis 2012 nach Einsparungspotenzial zu durchforsten und so Rücklagen für die Zeit danach zu bilden, soll Thema sein.

Das Wissenschaftsministerium hat bereits Mitte Mai damit begonnen, die Unis in Einzelgesprächen darauf vorzubereiten, dass es entgegen aller Ankündigungen keine Steigerung der Budgets gegen könnte. Damit wolle man den Hochschulen die Möglichkeit geben, ihre Planung anzupassen. Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) hat allerdings versichert, dass das Ministerium selbst nicht in die aktuellen Leistungsvereinbarungen eingreifen werde. (APA)

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