Nach Gespräch mit Wissenschaftsministerium - 2013 bis 2015 werden 33 Mio. Euro für den laufenden Betrieb fehlen
Wien - Die Universität für Bodenkultur (Boku) bereitet ihre
Studenten auf finanziell magere Zeiten vor. Da das
Wissenschaftsministerium bei einem Gespräch am Dienstag angekündigt
habe, dass es für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode
bestenfalls ein stagnierendes Budget geben könne, werden zwischen
2013 bis 2015 "etwa 33 Mio. Euro für die Bedeckung des laufenden
Betriebes" fehlen, heißt es in einer Mittwochabend an die
Uni-Angehörigen und Studenten ausgeschickten Information des
Rektorats. Und weiter: "Eine Budgetreduktion dieser Dimension ist
nicht ohne radikalste Einschnitte umzusetzen."
Wissenschaftsministerium bereitet Unis auf das Schlimmste vor
Welche Standorte oder Bereiche von dadurch notwendigen
Sparmaßnahmen betroffen sein werden, kann man im Büro von Rektor
Martin Gerzabek noch nicht sagen. Zunächst werde man
die Gremien informieren und in der kommenden Woche eine Diskussion
über die weitere Vorgangsweise beginnen. Auch der Auftrag des
Ministeriums, die aktuellen Leistungsvereinbarungen 2010 bis 2012
nach Einsparungspotenzial zu durchforsten und so Rücklagen für die
Zeit danach zu bilden, soll Thema sein.
Das Wissenschaftsministerium hat bereits Mitte Mai damit
begonnen,
die Unis in Einzelgesprächen darauf vorzubereiten, dass es entgegen
aller Ankündigungen keine Steigerung der Budgets gegen könnte. Damit
wolle man den Hochschulen die Möglichkeit geben, ihre Planung
anzupassen. Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) hat allerdings
versichert, dass das Ministerium selbst nicht in die aktuellen
Leistungsvereinbarungen eingreifen werde. (APA)