GM stellt Börsenpläne im Juli vor

24. Juni 2010, 10:33
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Notierung könnte bereits im Herbst erfolgen

New York/Frankfurt - Der von der US-Regierung gerettete Autobauer General Motors (GM) will Kreisen zufolge die Pläne für seinen milliardenschweren Börsengang im Juli präsentieren. Die Notierung könnte bereits im Herbst erfolgen, verlautete am Mittwoch aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Die Muttergesellschaft des Rüsselsheimer Autobauers Opel rechne mit IPO-Erlösen zwischen 15 und 20 Mrd. Dollar (zwischen (12,22 und 16,3 Mrd. Euro).

Bei GM war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Zudem sei GM mit den beiden Banken JPMorgan Chase und Wells Fargo in Gesprächen über den Aufbau eines Finanzarms, um seinen Kunden einen besseren Zugang zu Krediten für die Finanzierung von Fahrzeugen zu verschaffen.

Zurück zu alter Stärke

Der einst weltgrößte Autobauer will mit dem Sprung auf das Parkett zurück zur alten Stärke finden. Mit einem Volumen von bis zu 20 Mrd. Dollar würde der Börsengang zu den größten in der US-Geschichte zählen. Das US-Finanzministerium hatte den Konzern im vergangenen Jahr mit rund 50 Mrd. Dollar Staatshilfen vor dem Aus gerettet und im Gegenzug knapp 61 Prozent der GM-Anteile übernommen. Im Zuge des Gläubigerschutzverfahrens war die Börsennotierung von GM eingestellt worden. Mitte Mai hatte GM erklärt, die Rückkehr an den Aktienmarkt sei 2011 möglich. Dann könnte auch die Regierung ihren Mehrheitsanteil an GM reduzieren.

Dank einer Rosskur mit Fabrikschließungen und Stellenkürzungen hatte der größte US-Autobauer zuletzt die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. GM will auch im Gesamtjahr erstmals seit 2004 wieder schwarze Zahlen schreiben. GM hat zuletzt deutliche Fortschritte bei seiner Sanierung gemacht. Der Konzern hat seine Schulden verringert, Stellen abgebaut, seine Verkäufe gesteigert und Fabriken geschlossen. Zudem trennte er sich von verlustbringenden Marken wie Hummer, Saab und Saturn und konzentriert sich nun auf die vier Kernmarken Chevrolet, Buick, GMC und Cadillac. Analysten sehen aber noch viel Arbeit. (APA/Reuters)

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