Telekom Austria: Swisscom-Einstieg endgültig geplatzt

22. April 2003, 09:52
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Jüngster Preisanstieg der TA-Aktie soll Deal zum Scheitern gebracht haben

Wien/Zürich - Die Verhandlungen der Schweizer Swisscom über einen Einstieg bei der Telekom Austria (TA) sind laut einem Zeitungsbericht endgültig geplatzt. Wie die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf Verhandlungskreise in ihrer Dienstag-Ausgabe berichtet, hätten Swisscom und TA die seit Beginn dieses Jahres geführten Gespräche abgebrochen. Laut "FT" hat der jüngste Anstieg der TA-Aktie die Preisvorstellungen der Swisscom überstiegen.

Schon zuvor hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass die Swisscom zurzeit an einer Beteiligung bei der TA wenig interessiert sein dürfte. "Die derzeit vorhandenen Möglichkeiten entsprechen nicht unseren Investitionskriterien", war Swisscom-Präsident Markus Rauh vergangene Woche in Medien zitiert worden. Gescheitert seien Akquisitionen bisher "am strategischen Fit, an der Nachhaltigkeit und am Preis". Zudem hatte die Swisscom nach früheren Angaben nur eine Mehrheitsbeteiligung angestrebt.

Die Swisscom war in den vergangenen Monaten wiederholt als Käufer für die TA gehandelt worden. Die Telekom Austria, an der die Staatsholding ÖIAG 47,2 Prozent hält, soll laut jüngstem Privatisierungsbeschluss der Regierung in der laufenden Legislaturperiode zu "bis zu 100 Prozent" privatisiert werden. Auch die Telecom Italia (TI) - sie hält derzeit noch 14,8 Prozent - wird sich voraussichtlich bis spätestens 2004 aus der TA zurückziehen. Finanzminister Karl-Heinz Grasser schloss aber zuletzt auch einen neuerlichen Verkauf über die Börse nicht aus. An der Swisscom hält der Schweizer Staat 63 Prozent. (APA)

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