Pentagon sagt Untersuchung zu Einsatz von Streubomben zu

22. April 2003, 06:54
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Generalstabschef Myers dementiert heftige Kritik: Weniger gefährlich als Anti-Personen-Minen

Washington - Nach heftiger Kritik am Einsatz von Streubomben im Irak hat das Pentagon eine Untersuchung zu den Wirkungen zugesagt. Generalstabsschef Myers sagte am Montag (Ortszeit) auf entsprechende Fragen von Journalisten, er persönlich habe keine Verletzungen gesehen, die durch Streubomben verursacht worden seien. Die Armee werde die Berichte aber untersuchen. Normalerweise explodierten Streubomben, wenn sie ihr Ziel erreichten, betonte Myers. Sie seien daher "weniger gefährlich" als Anti-Personen-Minen.

Myers ging auch auf einen Vorfall am Samstag ein, als ein kleines Mädchen US-Soldaten einen Sprengsatz entgegenhielt, der explodierte. Dabei wurden das Mädchen und vier Soldaten verletzt.

Streubomben öffnen sich nach dem Abwurf und setzen dabei zahlreiche Splitterbomben oder auch Minen frei. Weil sich die Sprengsätze bereits in der Luft verteilen, wirkt die Bombe in einem großen Radius.(APA/AFP)

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