Sony plant neue Chips für PlayStation

21. April 2003, 21:04
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Kooperation mit Toshiba und IBM

Tokio - Der weltgrößte Unterhaltungselektronik-Konzern Sony plant in den nächsten drei Jahren Milliardeninvestitionen in die Herstellung eines neuartigen Chips für seine PlayStation-Spielekonsole. Insgesamt will Sony 200 Milliarden Yen (rund 1,54 Milliarden Euro) in einen leistungsstarken Mikroprozessor mit dem Codenamen "Cell" investieren, teilte das japanische Unternehmen am Montag mit. Bereits im ersten Jahr will Sony knapp 562 Millionen Euro für sein Werk in Nagasaki ausgeben.

Mit dem Chip dürfte voraussichtlich ab 2005 die nächste Generation der Spielekonsole, die PlayStation 3, ausgestattet sein. Bei diesem Projekt arbeitet Sony mit IBM und dem größten japanischen Halbleiter-Hersteller Toshiba zusammen. Sony will zudem, dass ein internationales Breitband-Netzwerk entwicklet wird, um Videos, Spiele, TV und andere Informationen auf die Playstation 3 bringen zu können.

Toshiba kündigte am Montag an, 200 Milliarden Yen in ein neues Werk zu investieren, in dem ab April 2004 Chips für die PlayStation-Konsolen produziert werden sollen. Der Konzern machte keine Angaben zu dem Investitionsanteil Sonys an der neuen Fabrik. In Medienberichten hatte es geheißen, der Unterhaltungselektronik-Konzern trage rund 20 bis 25 Prozent der Kosten.

Die seit März 2000 erhältliche PlayStation 2 ist die meistverkaufte Spielekonsole der Welt. (ap, Der Standard, Printausgabe, 22.04.2003)

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