Rad: "Es gibt doch noch Wunder"

22. April 2003, 15:58
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Jan Ullrich gewinnt bei "Rund um Köln" vor einer Million Menschen - Vorjahressieger Peter Wrolich ausgezeichneter Dritter

Köln - Jan Ullrich vom Team Coast hat am Ostermontag beim Rad-Klassiker "Rund um Köln" (202 km) einen überraschenden Sieg gefeiert. Der deutsche Olympiasieger, der nach seiner Doping-Sperre erst zwei kurze Etappenrennen bestritten hatte, gewann die 88. Auflage nach einer Solofahrt auf den letzten 50 Kilometern mit 1:51 Minuten Vorsprung auf seinen Landsmann Danilo Hondo (Telekom) und den Vorjahressieger, den Kärntner Peter Wrolich (Gerolsteiner). "Es gibt doch noch Wunder. Dass es so gut läuft, damit konnte ich nicht rechnen", freute sich der 29-jährige Ullrich.

Der in seinem ersten Heimrennen seit September 2001 vor mehr als einer Million Zuschauern sehr aktiv fahrende Ullrich hatte sich aus einer Spitzengruppe abgesetzt und baute seinen Vorsprung auf die uneinigen Verfolger bis ins Ziel deutlich aus.

Wrolich war nach einer Rennpause wegen Knieproblemen mit dem Ausgang sehr zufrieden. "Ganz besonders freut mich, dass ich keine Probleme mit meinem lädierten Knie hatte. Jetzt freue ich mich schon auf Niedersachsen. Ich habe in den letzten zwei Wochen gut trainiert und fühle mich top-fit. Vielleicht klappt es bei der Rundfahrt auch mit dem ersten Saisonsieg", sagte der 28-Jährige, der wie sein Teamkollege Rene Haselbacher ab Mittwoch das Etappenrennen in Deutschland bestreitet. (APA/dpa)

Ergebnisse "Rund um Köln":
202,3 km:

1. Jan Ullrich (GER) 4:35:40 Stunden - 2. Danilo Hondo (GER) + 1:52 Min. - 3. Peter Wrolich (AUT) - 4. Bert Scheirlinckx (BEL) - 5. Steffen Radochla (GER); 6. Jörn Reuss (GER) alle gleiche Zeit - 37 Fahrer klassiert (keine weiteren Österreicher)

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    Jan Ullrich

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