Mindestens 60 Tote bei Fährunglück in Bangladesch

21. April 2003, 22:57
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Bei weiterem Bootsunglück mehr als 30 Tote befürchtet

Dhaka - Beim Untergang einer Flussfähre in Bangladesch sind am Montag mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen zahlreiche Frauen und Kinder. Etwa 300 Menschen wurden nach Angaben der Behörden vermisst. Die "Mitali" geriet in einen Sturm und kenterte auf dem Fluss Buriganga nahe der Industriestadt Narayanganj. Die Fähre befand sich auf der Fahrt von der Hauptstadt Dhaka in den Bezirk Patuakhali.

Einige Passagiere konnten sich schwimmend ans Ufer retten oder wurden von Fischerbooten aufgenommen. Für viele andere aber gab es unter Deck kein Entkommen. Der tropische Sturm zerstörte nach Polizeiangaben auch mehrere hundert Hütten in Elendssiedlungen, riss Strommasten um und entwurzelte Bäume.

Nach einem weiteren Bootsunglück im Osten Bangladeschs wurden mehr als 30 Todesopfer befürchtet. Eine Hochzeitsgesellschaft verunglückte in einem Sommersturm auf einem Schiff auf dem Rückweg von der Trauungszeremonie.

Bangladesch wird im April und Mai jedes Jahr von heftigen Stürmen heimgesucht. Im südostasiatischen Land mit seinen rund 230 Flüssen kommt es häufig zu schweren Schiffsunglücken. Die Fähren sind meist völlig überladen. Erst am 12. April kamen bei einem Fährunglück auf dem Fluss Nagchinni 22 Menschen ums Leben. (APA/AP/dpa)

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