Fehler in der Matrix

21. April 2003, 17:20
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Warum zum Teufel brauchen die Rebellen ein Telefon um die Matrix zu verlassen? - Die Filmwelt an der Realität gemessen

Selten hat ein Film eine virtuelle Realität kreiert, die seine Fans so in den Bann zieht wie Matrix. Doch es bleiben auch zahlreiche Sinnfragen offen: Wie ist es zum Beispiel möglich, dass Neo mit Hilfe einer virtuellen Pille aus der Matrix ausgekoppelt wird, wieso kann er anschließend überhaupt sehen, solche und ähnliche Fragen versucht nun Peter B. Lloyd in einem Essay auf den Grund zu gehen.

Erklärungen

Dabei legt er den Schwerpunkt darauf, dass philosophische Gerüst der Wachowski-Brüder aufrechtzuerhalten und schlüssiger zu erklären, so erklärt er recht ausführlich die Frage, warum die Rebellen zum Ausstieg aus der Matrix ein Telefon brauchen, und warum dieses keines ihrer eigenen Mobiltelefone sein kann (es sei verraten: weil sie kein Teil der ursprünglichen Matrix-Programmierung sind), detailliert spekuliert er auch über die technische Machbarkeit eines Bioports und wie dieser angebracht sein müsste, damit die eigentlichen Sinne nicht verkümmern.

Trickreich

Fast immer kommt Lloyd dabei zu schlüssigen Erklärungen - oder zumindest fantasiereichen Ausbesserungsarbeiten - beim meistkritisierten Punkt des Films, dessen Nachfolger in Kürze in die Kinos kommen wird, greift er allerdings auf einen recht billigen Trick zurück: Morpheus habe sich bei seiner Annahme, dass die Menschen als Energiequelle benutzt werden einfach geirrt, vielmehr wären die Maschinen wohl eher an der freien Rechenkapazität der menschlichen Gehirne interessiert. (red)

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