China schließt Schulen

21. April 2003, 12:21
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In Peking wurden spezielle Krankenhäuser designiert

Peking/Shanghai - Aus Angst vor einer weiteren Verbreitung der asiatischen Lungenkrankheit haben zwei chinesische Provinzen am Montag die Schulen vorübergehend geschlossen. In Peking verlegte ein großes Krankenhaus 350 normale Patienten in andere Kliniken, um Platz für Erkrankte mit dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) zu machen. Ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzte in Shanghai seine Untersuchungen in China fort.

Staats- und Parteichef Hu Jintao unterstrich die Sorge der Regierung über die Ausbreitung der Krankheit in China. Bei einem Besuch von zwei medizinischen Instituten sagte Hu, die Identifikation des Erregers und eine schnelle Diagnose seien wichtig für die Vorbeugung und die Behandlung der Krankheit, berichteten die amtlichen Medien. China zählt mit offiziell eingeräumten 1800 Erkrankten und 79 Toten die meisten SARS-Fälle weltweit.

Region Innere Mongolei schließt für vier Wochen Schulen

Unter Hinweis auf die "sehr ernste Lage" schloss die 23 Millionen Einwohner zählende autonome Region Innere Mongolei die Schulen bis 20. Mai, berichtete "China News Service". Fälle seien im mittleren, westlichen und östlichen Teil der nordchinesischen autonomen Region gefunden worden. Offiziell ist bisher nur von 25 SARS-Patienten die Rede. In der dreißig Millionen zählenden Provinz Shanxi, wo offiziell 112 Fälle eingeräumt werden, sind die Schulen bis siebenten Mai geschlossen worden.

Spezielle Krankenhäuser

In Peking wurden sechs Krankenhäuser speziell für die Krankheit designiert. Das Ditan-Hospital für ansteckende Krankheiten wurde allein für SARS-Patienten eingerichtet, indem alle anderen verlegt wurden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. (APA)

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