Nepal: Friedensgespräche mit Maoisten verschoben

21. April 2003, 10:54
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Die Rebellen wollen "substanzielle Verhandlungen" statt "Dialog"

Kathmandu - In Nepal sind die für Montag geplanten Friedensgespräche zwischen Vertretern der Regierung und den maoistischen Rebellen auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Es sollte das erste Treffen seit 17 Monaten sein.

Ein Sprecher der Rebellen teilte weiter mit, über einen neuen Termin werde über informelle Kanäle beraten. Am Montag werde es aber definitiv kein Treffen geben. Zur Begründung für die Absage hieß es, die Regierung habe in dem Treffen lediglich einen Einstieg in den Dialog sehen wollen, während die Guerrilla substanzielle Verhandlungen erwartet habe. Eine Stellungnahme von der Regierung in Kathmandu gab es zunächst nicht.

In den seit Jahren andauernden Kämpfen zwischen Rebellen und Armee im Himalaya-Königreich sind bereits über 7200 Menschen getötet worden. Die nach dem Vorbild der lateinamerikanischen Guerrilla operierenden Maoisten streben die Abschaffung der Monarchie und eine Umverteilung des Landbesitzes an. (APA/Reuters)

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