Über 2.400 Menschen in Singapur wegen SARS unter Quarantäne gestellt

20. April 2003, 19:15
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Großer Gemüsemarkt nach Fall von Lungenentzündung geschlossen

Singapur - Zum Schutz vor einer Ausbreitung der Lungenkrankheit SARS sind in Singapur mehr als 2.400 Menschen unter Quarantäne gestellt worden. Wie die Regierung des asiatischen Stadtstaates am Sonntag mitteilte, handelt es sich um Beschäftigte und Besucher eines Gemüsemarktes, die mit dem Virus des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms (SARS) in Berührung gekommen sein könnten. All jene, die zwischen 5. und 19. April auf dem Markt beschäftigt waren, dürften zehn Tage lang ihre Wohnungen nicht verlassen, sagte der Minister für nationale Entwicklung, Mah Bow Tan.

Der Pasir-Panjang-Markt, auf dem rund 70 Prozent des Obst- und Gemüsebedarfs der Singapurer umgeschlagen wird, wurde am Samstag geschlossen, nachdem bei einem dort beschäftigten Mann SARS diagnostiziert worden war. Der Markt soll für zehn Tage geschlossen bleiben. Dies werde zu Engpässen bei der Gemüse-Versorgung führen, räumte der Minister ein. In Singapur starben bisher 14 Menschen an der atypischen Lungenentzündung. Weltweit kamen mehr als 200 Menschen ums Leben, rund 4.000 sind mit dem SARS-Virus infiziert. (APA)

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