Rotes Kreuz schickt erstmals wieder Mitarbeiter in den Irak

20. April 2003, 19:03
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Sicherheitslage ausreichend verbessert

Genf - Zum ersten Mal seit dem Sturz der irakischen Regierung hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wieder Mitarbeiter in den Irak entsandt. Ein IKRK-Sprecher sagte am Sonntag in Genf, neun nicht-irakische Mitarbeiter seien von der jordanischen Hauptstadt Amman nach Bagdad aufgebrochen, um den dortigen Stab abzulösen. "Dass dies möglich ist, zeigt, dass sich die Sicherheitslage ausreichend verbessert hat", sagte er. In Bagdad waren seit Kriegsbeginn am 20. März sechs Mitarbeiter im Einsatz. Einer von ihnen, ein Kanadier, wurde während des Kriegs getötet.

Auch irakische IKRK-Mitarbeiter kehrten zu ihrer Arbeit zurück, sagte der Sprecher. Dies werde jedoch durch den Mangel an Treibstoff und Transportmöglichkeiten erschwert. Bei der Versorgung der Bevölkerung hätten weiter die Wasserversorgung, die Situation in den Krankenhäusern und die Abwasserentsorgung Vorrang. Nach dem Einmarsch der US-geführten Soldaten war es zu Plünderungen und zum Teil chaotischen Zuständen im Irak gekommen. (APA/Reuters)

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