Morgen- oder Abendmensch?

21. April 2003, 18:00
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... und warum widersetzen sich einige von uns hartnäckig der Biologie?

Aus den Federn, Leute! Das lange verdöste Osterwochenende ist vorbei, ab jetzt dräut wieder die Arbeitsroutine. Und da wir das Pech haben, in einem Land zu leben, in dem diese (für den europäischen Durchschnitt jedenfalls) bizarr früh beginnt, fällt das doppelt schwer.

... wäre diese kulturelle Perversion schon Gegenstand genug für eine Wochenfrage, wollen wir vordergründig doch auf etwas anderes hinaus: Die Medizin lehrt uns, dass die post-industrielle Vielfalt an Arbeits- und dadurch Tagesrhythmen unserer Biologie nicht unbedingt entgegenkommt. Die ist nämlich keineswegs so beliebig wählbar:

Nachtarbeit, der schlimmste "Verstoß" gegen den althergebrachten Tag/Nacht-Rhythmus, erhöht Gesundheitsrisiken, wie Studien belegen (weitere Info hier oder hier). Und wer glaubt, er sei auch nach drei oder vier Stunden Schlaf so fit und ausgeruht wie nach einem satten Zehnstünder, unterliegt dabei ebenfalls einem tragischen Irrtum (siehe hier). Überhaupt schläft nicht weniger als ein Viertel der ÖsterreicherInnen schlecht (mehr dazu hier).

... tja, so heißt es zumindest. Userin Ella S., die damit zur Gewinnerin der Woche wird, weist aber zu Recht darauf hin, dass sich nicht wenige von uns in ihrem "verbotenen" Schlafrhythmus pudelwohl zu fühlen scheinen. Sie schreibt: "Es ist erwiesen, dass es Morgen- und Abendmenschen gibt, manche können vor Mitternacht nicht einschlafen, kommen aber in der Früh nur ganz schwer aus den Federn, andere Menschen würden am liebsten mit der Dämmerung ins Bett gehen und hüpfen mit dem ersten Hahnenschrei frisch und fröhlich herum. Aber: dafür muss es doch irgendeinen Grund geben, warum der Rhythmus nicht bei allen Menschen gleich ist.

Wir warten auf Ihre Erklärungen für dieses Phänomen. Und übrigens ... wie halten Sie's denn so? (red)

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