Festnahmen bei Kundgebung gegen Australiens Asylpolitik

20. April 2003, 12:05
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Demonstranten wollten laut Polizei Flüchtlingslager stürmen

Port Augusta - Bei einer Demonstration gegen die restriktive Flüchtlingspolitik der australischen Regierung ist es im Süden des Landes zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Behördensprecher Graham Brown erklärte am Sonntag, die Demonstranten hätten am Vorabend versucht, das Lager Baxter nahe der Stadt Port Augusta zu stürmen. 17 Menschen wurden festgenommen.

Polizisten beworfen

In dem Lager warten rund dreihundert Menschen auf ihre Ausweisung, nachdem ihre Asylanträge abgelehnt wurden. Brown erklärte, die Demonstranten hätten Steine und Behälter mit einer Flüssigkeit auf die Polizisten geworfen. Weitere drei Personen wurden am Sonntag festgenommen. Die Sicherheitskräfte durchsuchten die Demonstranten, nachdem ein Polizist berichtet hatte, er habe einen Aktivisten mit einer Waffe gesehen. Waffen wurden bei der Durchsuchung jedoch nicht gefunden.

An der Aktion vor dem Lager beteiligten sich rund fünfhundert Menschen. Das waren deutlich weniger als die 3.000 Teilnehmer, mit denen die Organisatoren gerechnet hatten. Bei einer ähnlichen Protestaktion am Osterwochenende des vergangenen Jahres waren die Auseinandersetzungen eskaliert, zahlreiche Insassen konnten aus dem Lager flüchten. (APA/AP)

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