Wireless Content: Sex zieht nicht

20. April 2003, 12:07
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Umsatz wird nicht mehr als fünf Prozent des Gesamtmarktes erreichen

Der Markt für mobilen Porno-Content wird massiv überschätzt, bis zum Jahr 2008 wird dieses Segment lediglich eine Mrd. Dollar umsetzen. Das bedeutet, dass damit nur fünf Prozent des gesamten Marktumsatzes im Bereich von Wireless-Entertainment erreicht werden. Diese Zahlen haben die Marktforscher von Strategy Analytics in London präsentiert.

Kernkompetenz

Eher werden nach Ansicht der britischen Marktforscher Dating-Dienste, wie sie kürzlich etwa von AT&T Wireless und Match.com angekündigt worden waren, erfolgreich sein. Die Analysten raten den Mobilfunk-Betreibern, in ihre Kernkompetenzen zu investieren und die Applikationen für solche Services in ihr Portfolio einzubinden.

Diskret

Dem "Wireless-Porno"-Markt wird dagegen keine große Zukunft vorausgesagt. "Wir glauben, dass das Handy in seiner Funktion als ein Werkzeug für das diskrete Betrachten von Pornographie überschätzt wird", sagte Strategy-Analytics-Forscher Philip Taylor. Die Pornoindustrie würde die Handys eher zur Kundenbindung als zur Verbreitung nutzen. Allgemein würden die Prognosen über die Umsätze für "Wireless Adult Services" von falschen Zahlen ausgehen. Strategy Analytics schätzt den Gesamtmarkt der Pornoindustrie auf vier Mrd. Dollar, wovon rund 500 Mio. Dollar online generiert werden. "Und das ist weniger als die Hälfte dessen, was alleine in Westeuropa mit Klingeltönen erzielt wird", erklärte Strategy-Analytics-Manager David Kerr. Da so viel Porno-Material frei im Internet verfügbar sei, werde sich die Nachfrage der Konsumenten weiter auf das Web konzentrieren, sagte Kerr. (pte)

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