London will Eurofighter-Bestellungen kürzen

20. April 2003, 09:46
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Britische Rüstungsbeschaffung steht vor Radikalreform

London - Britische Militärplaner bereiten einem Pressebericht zufolge radikale Reformen bei der Rüstungsbeschaffung vor. Die "Sunday Times" meldete, unter anderem solle ein Drittel der Bestellungen des europäischen Kampfflugzeugs Eurofighter gestrichen werden, damit Mittel zur Anschaffung hochmodernen Kommunikationsgeräts frei würden. Damit wolle Großbritannien zu dem technologisch besser ausgerüsteten Verbündeten USA auf dem Feld moderner militärischer Nachrichtenkommunikation aufschließen.

Weißbuch

Noch in diesem Jahr werde die Regierung ein Weißbuch herausgeben, mit dem ein Drittel der von der Luftwaffe angeforderten 232 Eurofighter-Jets sowie ein Viertel der ursprünglich bestellten 160 Joint-Strike-Kampfflugzeuge wegfallen sollten. Das Eurofighter-Konsortium besteht aus dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, der britischen BAE Systems und der italienischen Finmeccanica.

Die Zeitung meldete weiter, zudem seien Kürzungen bei U-Booten und Panzern geplant. Ein Sprecherin des britischen Verteidigungsministeriums bestätigte, dass ein Weißbuch erstellt werde, nannte indes keine Details. (APA/Reuters)

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