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21. Juni 2010, 20:45
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Weiter Rätselraten um Ausmaß der Verschmutzung - Auch Reiseveranstalter ratlos - Umweltschützer: Verschmutzung wird wegen Touristen heruntergespielt

Wien/Hurghada - Weiterhin herrscht großes Rätselraten um die Ausmaße der Ölverschmutzung im Roten Meer an der ägyptischen Küste ist. Aus der leckgeschlagenen Bohrplattform soll weiterhin Öl austreten - Über das Ausmaß der Verschmutzung in der Urlaubsgegend herrschte aber auch am Mittwoch Unklarheit. Während Politiker und Touristiker Entwarnung geben, zeigen sich Umweltschützer besorgt und kritisierten die karge Informationspolitik der ägyptischen Behörden.

Umweltschützer: Verschmutzung wird heruntergespielt

"Ganz ehrlich, wir wissen nicht sehr viel, der Informationsfluss ist sehr dünn", sagte am Mittwoch ein Greenpeace-Sprecher. Gerade dieser dünne Informationsfluss macht die Umweltschützer aber stutzig. "Es ist eine typische Reaktion der Behörden, denn der Tourismus ist für Ägypten sehr wichtig. Das letzte, was sie in dieser Situation wollen, ist, dass man im Fernsehen öl-verschmutzte Strände zeigt. Deshalb wird die Sache runtergespielt - ähnlich wie bei BP im Golf von Mexiko." 

Wie groß die Probleme tatsächlich sind, kann zur Zeit offenbar nur geschätzt werden. Am Dienstag sind auf einigen Küstenabschnitten sowie unberührten Inseln im Roten Meer ölverschmierte Vögel und Meeresschildkröten gefunden worden. Auch Urlauberstrände soll der Ölteppich bereits erreicht haben.

Außenministerium bekommt keine Informationen

Ob es an den Stränden Hurghadas Verschmutzungen durch Öl gebe, konnte auch das Außenministerium in Wien nicht bestätigen. Die Kollegen in der Botschaft in Kairo berichten, dass in internationalen TV-Sendungen Bilder von Säuberungen gezeigt worden wären. Von wo, war allerdings nicht klar, so ein Sprecher des Außenamtes. Es habe auch schon einige Urlauberanfragen gegeben, ob es Sinn mache, in nächster Zeit Reisen nach Hurghada zu buchen. Zur Zeit könne man derartige Fragen aber nicht wirklich beantworten.

TUI: Touristen wissen nichts

Der Reiseveranstalter TUI  hat bisher keine Kundenbeschwerden. "Es gibt keine einzige Kundenbeschwerde vor Ort - keiner weiß etwas von der Ölverschmutzung", sagte TUI-Österreich-Sprecher Josef Peterleithner. Von einem Riesenölteppich vor Hurghada, der angeblich 130 km Küste verseucht, weiß man nichts. Die TUI-Betreuer seien aber vorgewarnt.

Auch auf der Website eines der in Hurghada ansässigen Tauch-Veranstalter hieß es am Mittwoch, es sei "weit und breit kein Öl in Sicht". Die Tauchboote haben nichts zu berichten. Das Leck sei an der weit entfernten Gesum Insel gewesen und mittlerweile repariert".

Ägyptischen Zeitungen berichten unterschiedlich

In den ägyptischen Zeitungen wird zu dem Leck in unterschiedlichster Form berichtet. Während einige Blätter schrieben, dass das Problem bereits behoben und die ins Meer gelangte Ölmenge eher gering (maximal 30 bis 40 Barrel) und ungefährlich sei, war in anderen Gazetten von "Umwelt-Katastrophe vor der Küste Hurghadas" zu lesen. (APA)

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    Die Touristen-Strände in Hurghada werden vom Öl gereinigt - vor den Stränden gehen die Aufräumarbeiten nicht voran, erklären die Umweltorganisationen - Genaues weiß man nicht

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    Die Kollegen in der Botschaft in Kairo berichten, dass in internationalen TV-Sendungen Bilder von Säuberungen gezeigt worden wären. Von wo, war allerdings nicht klar, so ein Sprecher des Außenamtes

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