EU erwägt strengere Regeln für Ölbohrungen

23. Juni 2010, 20:19
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In der Nordsee stehen rund 400 Ölförderanlagen - Kontrolle ist bisher Sache der Mitgliedsstaaten

Brüssel - Die EU-Kommission erwägt nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko strengere Sicherheitsauflagen für Bohrungen in der Nordsee. Derzeit prüft Energiekommissar Günther Oettinger die Notfallpläne der in der Nordsee tätigen Ölkonzerne und nimmt die Haftungsregeln für mögliche Unfälle unter die Lupe. "Sollten wir Schwachstellen finden, werden wir sie beseitigen", sagte eine Sprecherin der Kommission am Mittwoch in Brüssel.

Kontrolle bisher Sache der Mitgliedsstaaten

Im Herbst könnte die Kommission konkrete Gesetzesvorschläge machen. Nach ihren Angaben stehen in der Nordsee rund 400 Ölförderanlagen. Bisher ist es Sache der Mitgliedsstaaten, die Arbeiten auf den Bohrinseln zu kontrollieren.

Entschädigungsfonds für Ernstfall

Auch das EU-Parlament macht Druck. Die Abgeordneten haben einen europäischen Entschädigungsfonds gefordert, aus dem im Ernstfall Schäden beglichen werden können. Dieses Thema ist nicht neu: Bereits vor Jahren war nach der großen Havarie des Tankers "Erika" ein solcher Fonds im Gespräch, wurde aber nie eingeführt. (APA)

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