Einkommen für Jobzufriedenheit von Wissenschaftern zweitrangig

23. Juni 2010, 17:06
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Einkommen für Jobzufriedenheit von Wissenschaftern zweitrangig
Internationale Umfrage der Wissenschaftszeitschrift "Nature" -

Dänemark mit besten Noten =

Wien (APA) - Das Einkommen ist für die Zufriedenheit von Wissenschaftern in ihrem Job zwar wichtig, laut einer Umfrage der Wissenschaftszeitschrift "Nature" aber zweitrangig. Wichtiger als das liebe Geld ist den Forschern demnach der Faktor "Unterstützung durch Vorgesetzte und Kollegen". Auf Platz drei folgt der Grad der Unabhängigkeit.

Über 10.000 Antworten hat "Nature" auf die Erhebung der Jobzufriedenheit in der Wissenschaft zurückbekommen, 16 Länder (China, Indien, Japan, Südkorea, Australien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien, Kanada, USA) wurden ausgewertet und verglichen. Abgefragt wurden neben Einkommen, Unterstützung und Unabhängigkeit noch die Faktoren Urlaubsanspruch, Krankenvorsorge, Karenzmöglichkeiten, Pensionsvorsorge und wöchentliche Arbeitszeit.

Über alle abgefragten Kategorien hinweg zeigten sich die Wissenschafter in Dänemark am zufriedensten. Es folgen die Niederlande und Schweden. Am unteren Ende der Reihung findet sich abgeschlagen Japan. Vergleichsweise schlechte Noten stellten die befragten Forscher für die aufstrebenden Industrie- und Wissenschaftsnationen Indien und China aus. Immerhin konstatiert "Nature"-Autor Gene Russo in diesen beiden Ländern einen positiven Trend, die Zufriedenheit mit den Forscherjobs sei zunehmend. In der Industrie verdienen Forscher weltweit mehr als in der akademischen Welt, wobei der Unterschied in den USA am größten und in Großbritannien am kleinsten ist.

Die Daten bestätigen nach wie vor bestehende Einkommensunterschiede zwischen Forscherinnen und Forschern. Das Einkommen von Männern in der Wissenschaft ist in den den Ländern Australien, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, Indien, Japan, Kanada und den Vereinigten Staaten um 18 bis 40 Prozent höher als jenes von Frauen.

 

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