Olympia: IOC vertagte TV-Rechteverhandlung mit US-Sendern

23. Juni 2010, 15:33
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Bis sich wirtschaftliche Lage bessert

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Verhandlungen mit amerikanischen Fernsehsendern über die TV-Rechte an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi (Winter) und 2016 in Rio de Janeiro (Sommer) auf das nächste Jahr vertagt. "Wir sind nicht in Eile", erklärte Richard Carrion, der im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Fernsehverträge zuständig ist, am Mittwoch in Lausanne. "Es ist die ökonomische Situation, die den Ausschlag gibt. Die Wirtschaft in den USA ist sehr fragil."

Es sei deshalb klüger abzuwarten, bis sich die wirtschaftliche Lage verbessere. "Wenn der Optimismus auch in der Werbewirtschaft zurückkehrt, sollten wir mit den Verhandlungen beginnen. Wahrscheinlich nicht vor nächstem Jahr", sagte Carrion. Die TV-Lizenzgebühren von US-Sendern sind die größte Einnahmequelle des IOC.

Zuletzt hatte sich der amerikanische Sender NBC die Rechte an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver und 2012 in London für 2,2 Milliarden Dollar gesichert. Mit der Übertragung der Vancouver- Winterspiele soll NBC einen Verlust von 223 Millionen Dollar gemacht haben. Mögliche Verhandlungspartner des IOC für 2014 und 2016 sind neben NBC noch ESPN-ABC und CBS. "Sie alle haben gesagt, dass sie interessiert sind", sagte Carrion. (APA)

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