Regierung lehnt Untersuchung von Konflikt durch UNO erneut ab

23. Juni 2010, 07:59
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Colombo: UNO verfolgt "versteckte Agenda"

Colombo  - Sri Lanka hat erneut ablehnend auf die Ankündigung der Vereinten Nationen reagiert, mögliche Menschenrechtsverletzungen bei dem Konflikt mit den Unabhängigkeitskämpfern der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) zu untersuchen. Ein Regierungssprecher in Colombo bezichtigte die UNO am Mittwoch, mit Blick auf Sri Lanka und den Tamilen-Konflikt eine "versteckte Agenda" zu verfolgen.

Die UNO setzte am Dienstag ein Gremium ein, das UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im Umgang mit möglichen Kriegsverbrechen bei dem Konflikt in Sri Lanka beraten soll. Vorsitzender des Gremiums wird nach Angaben eines Sprechers von Ban der Indonesier Marzuki Darusman. Sri Lanka lehnt eine solche Untersuchung ab.

Der srilankischen Armee wird vorgeworfen, während der Kämpfe mit den Unabhängigkeitskämpfern der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) willkürlich Zivilisten erschossen zu haben, nachdem sie sich bereits ergeben hatten. Allein in den letzten vier Monaten des Konflikts im Frühjahr 2009 starben mindestens 7.000 tamilische Zivilisten. Im Laufe des 37-jährigen Bürgerkriegs wurden nach UN-Schätzungen insgesamt zwischen 80.000 und 100.000 Menschen getötet. (APA/AFP)

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