Brent-Ölpreis etwas leichter

23. Juni 2010, 11:22
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Goldpreis etwas höher

Wien - Der Brent-Ölpreis hat sich am Mittwochvormittag etwas leichter präsentiert. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen elf Uhr in London bei 77,61 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Dienstag notierte der Brent-Future zuletzt bei 78,04 Dollar.

Die Ölpreise konnten sich um die Marke von 78 Dollar stabilisieren, obwohl die Nachrichtenlage eher negativ ausfiel, wie es von den Experten der Commerzbank hieß. So waren die am Vortag nach Handelsschluss veröffentlichten Lagerdaten des American Petroleum Institute (API) für die Woche zum 18. Juni überraschend stark gestiegen. Auch die Zahlen des Kreditkartenunternehmens Mastercard wiesen auf nur eine geringfügig gestiegene Benzinnachfrage im Vergleich zur Vorwoche hin.

In Folge der API-Daten vom Vortag rechnet die Commerzbank mit einer negativen Überraschung für die heute zur Veröffentlichung anstehenden "offiziellen" Lagerdaten des US-Energieministeriums. Bisher wurde am Markt nämlich mit leicht fallenden Benzinvorräten gerechnet.

Auch der Stopp des halbjährigen Moratoriums von Tiefseebohrungen im Golf vom Mexiko durch ein US-Bundesgericht konnte den Ölpreisen nicht viel anhaben. Laut einer Studie der Commerzbank hätte man aufgrund der Aufhebung eher mit schwächeren Ölpreisen gerechnet.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Dienstag auf 75,96 Dollar pro Barrel gestiegen. Am Montag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien 75,11 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich etwas höher. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.243,15 Dollar (nach 1.236,00 Dollar im Nachmittags-Fixing am Dienstag) gehandelt.

Laut den Experten der Commerzbank dürfte der von seinem Allzeithoch etwas zurückgekommene Goldpreis neue Investoren zum Kauf des Edelmetalls animieren. Der größte börsennotierte Goldfonds, der SPDR Gold Trust, verzeichnete Zuflüsse von 5,2 Tonnen auf den neuen Rekordwert von 1.313 Tonnen. Schon kleine Preisrückgänge dürften der Commerzbank zufolge als Einstiegsgelegenheit gesehen werden. (APA)

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