"Stromautobahn" wird über Salzburger Hausberg führen

22. Juni 2010, 17:46
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Dass das letzte fehlende Stück der 380-KV-Ringleitung das wichtigste Naherholungsgebiet der Stadt Salzburg tangieren soll, führt zu Protesten

Salzburg - In welcher Variante auch immer: Der zweite Teil der Salzburger 380-KV-Leitung von Elixhausen (Flachgau) nach Kaprun (Pinzgau) dürfte den Salzburger Hausberg Gaisberg auf jeden Fall queren. Dies steht nach dem Treffen des sogenannten Lenkungsausschusses am Dienstag fest. Dieses informelle Gremium besteht aus den Regierungsspitzen der Salzburger Landesregierung sowie den Vorständen der Verbundgesellschaft und der Landesgesellschaft Salzburg AG.

Nach der am Dienstag erzielten Einigung ist eine unterirdische Verkabelung der Leitung vom Tisch. Stattdessen wurde ein Korridor festgelegt, innerhalb dessen die Leitung im herkömmlichen Mastenbau führen soll. Der exakte Trassenverlauf soll dann im Zuge des Bewilligungsverfahrens festgelegt werden.

Dass das letzte fehlende Stück der österreichischen 380-KV-Ringleitung ausgerechnet das wichtigste Naherholungsgebiet der Stadt Salzburg tangieren soll, hat schon im Vorfeld zu heftigen Protesten geführt. Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) hat bereits erbitterten juristischen Widerstand angekündigt. Proteste werden auch im Pinzgauer Taxenbach erwartet. Hier soll die Leitung die Salzach queren. (neu, ruep/DER STANDARD, Printausgabe, 23. Juni 2010)

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