Berlusconi leidet nach Trennung

22. Juni 2010, 14:48
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"Einige Aspekte dieser Angelegenheit haben mich verletzt" - Trennung von erster Ehefrau ging leichter als von Noch-Ehefrau Veronica

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat zugegeben, dass er wegen der Trennung von seiner Noch-Ehefrau Veronica Lario leide. "Gegenüber meiner ersten Scheidung war die Trennung von Veronica für mich schmerzhafter. Einige Aspekte dieser Angelegenheit haben mich verletzt, ich will darüber jedoch nicht mehr sprechen. Wichtig ist die Liebe, die unsere Kinder für beide Eltern haben. Das beweist, dass sie ausgewogen sind und eine gute Erziehung erhalten haben", erklärte Berlusconi in einem Interview mit dem Klatschmagazin "Oggi". Berlusconi, der sich vor einem Jahr von Veronica Lario getrennt hat, hat mit ihr drei seiner fünf Kinder.

Abseits vom Medienrummel sei die Scheidung von seiner ersten Frau Carla Dall'Oglio verlaufen. "Sie ist eine großartige Frau und Mutter. Sie hat stets eine bewundernswerte Diskretion bewahrt. Ich schätze sie sehr. Sie war für meine Kinder die bestmögliche Mutter", meinte Berlusconi.

Der Premierminister versicherte, dass er keine Unterschiede zwischen den beiden Kindern seiner ersten Ehe, Marina und Piersilvio, und den drei jüngsten mache. Auch die drei Kinder Veronica Larios sollen bald wie ihre älteren Geschwister eine Rolle in seinem Medienunternehmen übernehmen. "In dieser Hinsicht denke ich, dass ich ein gerechter Vater bin", sagte der 73-jährige Berlusconi.

Öffentliche angekündigte Scheidung

Im Mai 2009 hatte Veronica Lario für Aufregung gesorgt, als sie die Scheidung öffentlich ankündigte und mit Berlusconis Teilnahme an einer Geburtstagsparty der damals gerade erst 18 Jahre alt gewordenen Schülerin Noemi Letizia begründete. Auch, dass etliche Showgirls und Models von Berlusconis Partei als Kandidatinnen für die Europawahl aufgestellt wurden, führte sie als Grund an.

Berlusconi hatte erklärt, an seiner Beziehung zu Letizia sei nichts Skandalöses. Ihre Geburtstagsparty habe er besucht, weil er gerade in Neapel gewesen sei. Später wurde der Ministerpräsident auch noch von öffentlichen Aussagen eines Luxus-Callgirls in Bedrängnis gebracht, sie habe nach einer Party eine Nacht mit ihm verbracht. Berlusconi hat das alles als "Müll und Lügen" zurückgewiesen. (APA)

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