Diskussionen um geplantes islamisches Zentrum in Wr. Neustadt

22. Juni 2010, 14:45
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NÖN: SPÖ-Vizebürgermeister begrüßt Projekt im Industriegebiet - Schrebergarten-Anrainer dagegen

Ein in der Badenerstraße im Wiener Neustädter Industriegebiet geplantes islamisches Zentrum sorgt für Diskussionen. Vbgm. Wolfgang Trofer von der SPÖ begrüße das Projekt, die Mieter einer angrenzenden Schrebergartensiedlung seien dagegen, berichten die "Niederösterreichischen Nachrichten" (Wiener Neustädter Zeitung) in ihrer aktuellen Ausgabe.

Das derzeitige Haus des türkischen Vereins Havas, in der Siglgasse in der Josefstadt beheimatet, würde aus allen Nähten platzen, so die NÖN. Das nun geplante Projekt auf einem mehr als 3.000 Quadratmeter großen Areal sehe zwei Bauwerke vor. Einerseits ein Gebetshaus auf rund 500 Quadratmetern Grundfläche mit zwei großen, für Männer und Frauen getrennten Gebetsräumen im ersten Stock. Darunter, im Erdgeschoß, sollen ein Supermarkt, ein Kebab-Lokal und weitere Geschäftsräumlichkeiten entstehen. Zusätzlich soll auf 150 Quadratmetern Grundfläche ein Jugendhaus errichtet werden.

Das Projekt sei mit Bürgermeister Bernard Müller (S) besprochen, so Vereinsobmann Fevzi Demir laut NÖN. Die Anrainer bräuchten auch keine Angst zu haben, denn "der Islam ist keine gefährliche Religion".

Während Vbgm. Trofer dem Bauvorhaben im Industriegebiet positiv gegenüberstehe, weil sich dadurch "eine Entlastung in der Josefstadt ergibt", würden Schrebergarten-Anrainer massiv dagegen auftreten, so die Zeitung weiter. Zum einen seien sie nicht ausreichend informiert worden. Zum anderen würden sie fürchten, dass es mit der Ruhe und Idylle - vor allem an den Wochenenden - vorbei sein könnte. (APA)

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