ERC feiert 1.000sten Förderpreis

22. Juni 2010, 14:18
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Nach drei Jahren des Förderprogramms ist der erste Meilenstein erreicht

Wien - Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) feiert am Donnerstag in München den 1.000sten Empfänger eines ERC-Wissenschaftsförderpreises. Mit den "Advanced Grants" und "Starting Grants" des ERC fördert die Europäische Union im 7. Rahmenprogramm für Forschung erstmals Grundlagenforschung mit insgesamt 7,5 Mrd. Euro (2007-2013).

Auch wenn nun der 1.000 Fördernehmer offiziell gefeiert wird, werden in der Statistik bereits 1.069 ERC-Stipendien ausgewiesen. In jeweils zwei Ausschreibungsrunden wurden seit 2007 543 "Starting Grants" für hervorragende Nachwuchswissenschafter und 526 "Advanced Grants" für bereits etablierte Forscher vergeben.

Nach Ländern

Unterschieden wird in der Erhebung einerseits nach Nationalität der Begünstigten, andererseits nach Land der Gasteinrichtung, wo die Stipendiaten mit Hilfe ihres "Grants" forschen. Die meisten ERC-Fördernehmer finden sich in Großbritannien mit 222. Auf den Plätzen folgen Frankreich (138), Deutschland (119), die Niederlande (85) und Italien (76). Stark sind auch die beiden assoziierten Länder Schweiz (88) und Israel (64). An österreichischen Institutionen forschen 27 Wissenschafter mit Hilfe von ERC-Förderung.

Geht man nach Nationalität der Förderpreis-Träger liegen erneut die Briten an erster Stelle (150), knapp gefolgt von den Deutschen (141). Danach kommen Franzosen (123), Italiener (119) und Niederländer (85). Auch hier sind Israeli (64) stark vertreten, während die 24 Schweizer Fördernehmer in der Größenordnung von Österreich (22) liegen.

Die nächste Möglichkeit, sich um eine ERC-Förderung zu bewerben, gibt es im Juli: Dann sollen wieder "Startings Grants" ausgeschrieben werden, im kommenden Winter die "Advanced Grants". (APA)

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