Österreich, Land der Optimisten

22. Juni 2010, 14:12
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Endlich einmal Platz eins: In der EU haben die Österreicher laut jüngster Eurobarometer-Umfrage am wenigsten Angst vor der Zukunft

Brüssel - Die Österreicher haben in der EU die wenigste Angst vor einem Wohnungsverlust in den nächsten zwölf Monaten und blicken auch relativ optimistisch in die Zukunft. Bei einer am Dienstag von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor präsentierten Eurobarometer-Umfrage sehen 91 Prozent der Österreicher die Möglichkeit, aus finanziellen Gründen aus ihrer Wohnung ausziehen zu müssen, als "sehr unwahrscheinlich" an. Das ist der erste Platz unter den 27 EU-Staaten.

Im EU-Schnitt sind es 76 Prozent, und am letzten Platz liegt hier Litauen, wo dies nur 53 Prozent glauben. Hinter Österreich liegen die Niederlande und Belgien (je 87), Finnland (86), Rumänien (85), Dänemark, Luxemburg, Portugal, Bulgarien und Malta (je 83), Schweden (82), Frankreich und Slowenien (je 81), Irland (80), Ungarn (78), Großbritannien (77), Polen (76), Deutschland, Italien und Zypern (75), Slowakei (73), Spanien und Estland (je 64), Griechenland und Tschechien (je 62), Lettland (58) und eben Litauen als Schlusslicht mit 53 Prozent.

Wenig pessimistisch

Auch was die Furcht vor einem Arbeitsplatzverlust in den nächsten zwölf Monaten betrifft, geben sich die Österreicher am wenigsten pessimistisch. So glauben 71 Prozent in der Alpenrepublik daran, dass sie "sehr viel Vertrauen" haben, ihren Job zu behalten. Auch das ist der höchste Wert in der EU. Dahinter kommen Finnland (63), Deutschland, die Niederlande und Schweden (je 59), Luxemburg (57), Großbritannien (52), Ungarn (51), Frankreich und Dänemark (je 48), Belgien (47), Irland (45), Italien und Malta (je 40), Slowenien und Zypern (je 38), Portugal (30), Spanien, Polen und Griechenland (je 29), Rumänien (28), Tschechien (26), Bulgarien (24), Litauen (20), Slowakei und Lettland (19) und Estland (17).

Sogar bei der Frage nach einer ausreichenden Altersversorgung sind die Österreicher Spitze. So zeigen sich die Alpenrepublikaner mit 43 Prozent "nicht sehr besorgt" darüber, ob sie im Alter genügend Mittel zur Verfügung haben, um ein würdevolles Leben führen zu können. Dahinter rangieren Luxemburg (41) und Deutschland (40). Am untersten Ende liegen Rumänien (16) und Italien (20). Der EU-Schnitt liegt in diesem Bereich bei 31 Prozent.

Andor erklärte, Armut in der EU sei ein großes Problem. Die Situation sei durch die Wirtschaftskrise und die finanzielle Lage weiter verschärft worden. Als prioritäre Maßnahmen nannte er nach der notwendigen wirtschaftlichen Erholung ein ausreichendes Wirtschaftswachstum und einen Anstieg der Beschäftigung. Derzeit gebe es ja noch eine Zunahme der Arbeitslosigkeit, dem müsse entgegengewirkt werden, wobei sich der Kommissar nicht auf die Frage konkret einließ, ob seiner Meinung nach das Zurückfahren der gegen die Krise ergriffenen Maßnahmen zu frrüh beginnt oder nicht. (APA)

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    Alles wird gut.

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