Ost-Jerusalem

Barak kritisiert Votum für umstrittenes Bauprojekt

22. Juni 2010, 13:07

22 Palästinenser-Häuser sollen archäologischem Park weichen

Jerusalem - Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat die Entscheidung der Stadtverwaltung von Jerusalem kritisiert, für ein umstrittenes Bauprojekt im Ostteil der Stadt grünes Licht zu geben. Die Stadtverwaltung habe weder "gesunden Menschenverstand" noch ein "Gefühl für den richtigen Zeitpunkt" bewiesen, erklärte Barak am Dienstag. Der Minister, der sich auf einer USA-Reise befindet, werde nach seiner Rückkehr mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu über die Angelegenheit beraten, hieß es in der Erklärung. Die Stadtverwaltung von Jerusalem will im arabischen Stadtteil Silwan einen archäologischen Park errichten, der an die Gärten des Königs Salomon erinnert.

Für das Projekt "Garten des Königs" sollen 22 Häuser von Palästinensern abgerissen werden, die ohne Genehmigung der israelischen Behörden errichtet wurden. Im Gegenzug sollen 66 illegal gebaute Häuser nachträglich eine behördliche Genehmigung erhalten. Im März hatte Netanyahu Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat gebeten, das Projekt vorläufig zu stoppen, um den Konflikt in der geteilten Stadt nicht weiter aufzuheizen und die Beziehungen zu den USA nicht zu verschlechtern. Zunächst sollte mit den Bewohnern verhandelt werden.

Kritik auch aus den USA

Dies sei inzwischen geschehen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Montag. Daraufhin erteilte der Planungs- und Bauausschuss der Stadt eine Genehmigung für das Bauprojekt. Die Entscheidung ist aber noch nicht endgültig und muss zunächst noch mehrere juristische Hürden nehmen. Auch die USA kritisierten die Entscheidung der Stadtverwaltung. Außenamtssprecher Philip Crowley sagte, eine derartige Maßnahme sei "genau das, was nach unserem Dafürhalten das Vertrauen untergräbt", das für indirekte Friedensverhandlungen erforderlich sei. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas forderte die US-Regierung auf, eine Rücknahme des Bauvorhabens zu erwirken.

Sowohl Israel als auch die Palästinenser beanspruchen Jerusalem als ihre Hauptstadt. Der Status Ost-Jerusalems, wo rund 270.000 Palästinenser und 200.000 jüdische Siedler leben, ist einer der zentralen Streitpunkte im Nahost-Konflikt. Die Annektierung Ost-Jerusalems durch Israel nach dem Krieg von 1967 wurde von der internationalen Staatengemeinschaft nie anerkannt. (APA/AFP)

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Posting 1 bis 25 von 42
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Sheriff Jack Mauer
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24.6.2010, 10:14

Lasst uns auf den Weltfrieden hoffen.

masakhabibi el
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22.6.2010, 18:59

sollen die ihre scheiße
in ihr "besetztes" land bauen

Tower Hill
00
22.6.2010, 21:05
Ostjerusalem ist

besetztes Land.

prasatsuk
00
22.6.2010, 18:07
good cop - bad cop

haha - das alte spiel - good cop, bad cop.....

wieso auch nicht
42
22.6.2010, 15:33

Diese Gebäude wurden illegal in den 90ern auf einem Park errichtet. Nun gibt es einen Kompromiss wonach man 2/3 der illegalen Häuser legalisiert und auf dem letzten drittel wieder einen Park macht.

Wo ist da die Ungerechtigkeit?

NONE
00
22.6.2010, 18:14

Was ist mit den illegalen israelischen Siedlungen?

Wann werden die abgerissen?

Wir kennen die Antwort - im Apartheidsstaat wird mit zweierlei Mass gemessen.

nuts1
00
22.6.2010, 17:50

israel wurde illegal in einem fremden land errichtet

da liegt der hund begraben

Tower Hill
00
22.6.2010, 21:07
???

Falsch. Legal durch den UN-Teilungsplan und Res. 181.

mfg

nuts1
00
23.6.2010, 01:21

p.s: wenn sie das als richtig ansehen, dann kann ich nur sagen dass das zusammenleben mit ihnen nie klappen wird, gesetzte regeln werden von menschne gemacht um ein friedliches zusammen leben zu garantieren, doch der raub ist quasi eien kriegerklärung und führt das rechtsystem ad absurdum, das heißt israel und un haben sich selbst ins aus katapultiert, den im augen eines betroffen ist es alles unsinniger rotz .... und nur mehr gewalt hilft

Tower Hill
00
23.6.2010, 08:54
Nun, Isr. ist Realität, damit werden sich

die Araber abfinden müssen. Militärisch wird der Staat nicht zu beseitigen sein, also wäre es an der Zeit Frieden zu machen. Und für Isr. wird es Zeit einzusehen, daß seine Handlungen einem Frieden ebenso im Weg stehen wie die Terroranschläge der Pal.

Leider wird das noch ein langer Weg sein, fürchte ich.

Stephan Schaefer
 
00
23.6.2010, 14:08

Allerdings zerstört sich Israel gerade selbst!

Tower Hill
00
24.6.2010, 06:04
Es tun sich tiefe Risse

innerhalb der Bevölkerung auf, ja. Aber hoffen Sie nicht drauf, daß Isr. von USA und EU fallen gelassen wird. Der Druck wird grösser, die Sympathien fallen - aber Isr. wird weiter unterstützt werden, solange die Nachbarn feindlich gesinnt sind.

Stephan Schaefer
 
00
24.6.2010, 10:21

Das Problem der USA / Europa ist, dass der Einfluss in der Welt schwindet und somit die Unterstützung nicht mehr in dem Umfang erfolgen kann wie es bisher geschah. Dies bedeudet, dass Israel mit dem Unterdrücken der Palöstinenser sehr aufpassen muss, dass es sich selbst nicht zerstört!

Mfg

Tower Hill
00
25.6.2010, 07:17
Wie zu sehen ist,

haben die Isr. kein Problem mit der Unterdrückung der Pal. Ausser lauwarmer Schelte ist vom "Westen" nicht zu hören. Das Problem ist eher, daß die arabischen Nachbarn die Pal. als Spielball für ihre Inteessen benutzen.

nuts1
00
23.6.2010, 01:17

jo weisl die un es erlaubt alle tiere der wlet abzuschlachten denken sie es ist dann trotzdem nicht mehr abschlachten sondern eine legale procedur

wenn die un mir erlaubt mir ihr haus zu nehmen wiel vor 2000 eine die die sleben ansichten wie ich vertrat dort lebte, ist es dann rechtens wenn ich es mir nehme

Stephan Schaefer
 
00
22.6.2010, 21:49

Wer sagt, dass ALLE UN-Entscheidungen richtig und gerecht sind?
Die UN-Clowns?
Sie?

Mfg

Tower Hill
00
23.6.2010, 06:14
Wollen`s Isr. die Existenzberechtigung absprechen?

Nach allem, was den J. angetan wurde haben sie das Recht, einen Staat für sich zu haben, in dem sie in Sicherheit leben können.

Daß in diesem Staat vieles im Argen liegt und der Umgang mit den Pal. alles andere als gerecht ist ändert nichts daran.

Wabadoo
00
23.6.2010, 21:12

das Argument ist natürlich logisch falsch: weil jemandem viel Übel angetan wird, bedeutet das nicht, dass er ein Recht auf (einfüllen, was man will) hat. Das Problem besteht darin, dass der Staat nicht z.B. in Deutschland errichtet wurde (als Strafe), sondern im schon seit Jahrhunderten wohl umstrittensten Gebiet der Welt und damit einem ziemlich Unbeteiligten neues Übel angetan wurde!

Tower Hill
00
24.6.2010, 05:56
In Deutschland?

Glauben Sie wirklich, daß die Opfer so Tür an Tür mit den Tätern hätten leben wollen?

Stephan Schaefer
 
00
24.6.2010, 10:22
Frage?

Wollen Sie bestraft werden, weil irgend einem anderem Übel angetan würde?

Bsp.: Mir wurde etwas geklaut und SIE ersetzen es.
Mir wurde Körperverletzung angetan und SIE dürfen ein Bein abgehackt bekommen!
Mir wurde Land geklaut und deshalb werden Sie aus ihrem Haus vertrieben!

Ersetzen Sie das "Mir" durch Palästinenser und das "Sie" durch Israel, dann sind wir im Status Israel.
Zum Verständnis lassen Sie das "Sie" (SIE sind angesprochen) erhalten.

Mfg

Tower Hill
00
25.6.2010, 07:21
Die Pal. sehen das so, keine Frage.

Die Isr. sehen sich im Recht, weil ihnen der Holocaust angetan wurde.

Wie gesagt, Isr. ist Realität. Mit der werden die Araber leben müssen.

Zur Zeit sehe ich auch keine Lösung, aber in 100 o. 200 Jahren werden die Pal. die Bevölkerungsmehrheit haben. Dann wird Isr. ein Staat sein wie jeder andere auch.

Stephan Schaefer
 
00
25.6.2010, 20:38

Ist die Sicht der Israelis korrekt oder die der Palästinenser?

Diese Frage muss natürlich auch gestellt werden!

Die Antwort ist, dass hier die Palästenser hier recht haben, denn Israel nimmt die Häuser ohne Gegenleistung. Sie vertreibt die Bewohner einfach und wenn sie sich wehren, weren sie erschossen!

Mfg

Tower Hill
00
26.6.2010, 08:25

Ich finde, daß die Argumentation beider Seiten begründet ist - zumindest bei der Gründung des Staates. Was Isr. jetzt tut, ist Unrecht. Das Problem ist, daß sich die Gegner ungeschickt verhalten und damit einer erzwungenen Lösung des Konflikts selbst im Weg stehen.

Stephan Schaefer
 
00
26.6.2010, 09:54

Frage ob berechtigt oder nicht richtet sich nach gültigen, aber auch damaligen Völkerrecht.
Zu beheupten, dass man Recht auf ein Land habe und dieses dann mit Gewalt jemandem anderen nimmt ist auf jeden Fall NICHT gerechtfertigt.
Selbst Menagem Begin sagte, dass der Vorschlag und später auch Resolution die Araber dermassen benachteiligt, dass JEDER diesen Vorschlag niemals annehmen würde.
Alles uin allem ist Israel also aufgrund des Bruches des Volkerrechts entstanden mit der darauffolgenden Vertreibung der Araber (und das auch noch in einer äusserst brutalen Art und Weise).

Mfg

Mfg

Tower Hill
00
26.6.2010, 12:09
Trotzdem existiert Isr.,

das ist jetzt die Realität in Nahost. Ob das völkerrechtlich gesehen völlig korrekt war, ist unerheblich. Was soll gemcht werden, Isr. aufgelöst?

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