Schokolade, Bier & Co als mögliche Risikofaktoren

22. Juni 2010, 13:58
  • Eine signifikant erhöhtes Auftreten von MS zeigt sich in Ländern, in 
denen pro Kopf besonders viel Margarine, Fleisch- und Wurstkonserven, 
Marmelade und Konfitüre, Schokolade und Bier 
hergestellt wurden.
    foto: standard/matthias cremer

    Eine signifikant erhöhtes Auftreten von MS zeigt sich in Ländern, in denen pro Kopf besonders viel Margarine, Fleisch- und Wurstkonserven, Marmelade und Konfitüre, Schokolade und Bier hergestellt wurden.

Deutsche Vergleichs-Studie zeigt Zusammenhänge zwischen Ernährung und Auftreten von Multiple Sklerose

Berlin - Die verstärkte Produktion bestimmter Arten industriell verarbeiteter Lebensmittel - konkret von Margarine, Fleisch- und Wurstkonserven, Marmelade und Konfitüre, Schokolade und Schoko-Konfektionswaren, Bier sowie Zuckerkonfektionswaren - geht statistisch mit einem erhöhten Auftreten von Multipler Sklerose (MS) einher. Dieses Ergebnis einer Datenanalyse aus sieben EU-Ländern präsentierte der deutsche Epidemiologe Klaus Lauer heute auf dem 20. Meeting der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS 2010) in Berlin. „Diese Daten sind noch kein Beweis eines ursächlichen Zusammenhangs, aber ein klarer Hinweis darauf, dass ein solcher Zusammenhang bestehen könnte und daher eingehend untersucht werden sollte," soLauer.

Im Rahmen einer sogenannten „ökologischen Studie", der epidemiologischen Analyse von Sammeldaten größerer Regionen oder Bevölkerungskreise, verglich der Experte die Produktionszahlen der Lebensmittelindustrie und das Auftreten von MS in sieben EU-Staaten auf statistische Entsprechungen - mit differenzierten Ergebnissen. Eine signifikant erhöhtes Auftreten von MS zeigt sich in Ländern, in denen pro Kopf besonders viel Margarine, Fleisch- und Wurstkonserven, Marmelade und Konfitüre, Schokolade und Schoko-Konfektionswaren, Bier sowie Zuckerkonfektionswaren hergestellt wurden.

Kein statistischer Zusammenhang zeigte sich zwischen MS und dem Absatz von industriell verarbeiteten rohen Pflanzenölen und gehärteten Pflanzenfetten, Butter, Käse, Kondensmilch, Dosengemüse, Obst in Dosen und Gläsern, Weizenmehl, Biskuits, Rübenzucker, Kakaopulver, Eiscreme sowie Rauch-, Kau- und Schnupftabak. Sogar seltener als in anderen Ländern trat MS dort auf, wo besonders viel Dosenfisch sowie Spaghetti, Maccaroni und ähnliche Pasta-Produkte hergestellt wurden.

Eingehendere Untersuchungen notwendig

„Weil in ökologischen Studien nicht Individuen, sondern große Kollektive untersucht werden, kann daraus nicht direkt auf eine ursächliche Beziehung geschlossen werden", betont  Lauer. „Dafür sind wesentlich aufwändigere individuelle Studien nötig, bei denen untersucht wird, ob diejenigen, die später an MS erkrankt sind, davor tatsächlich mehr von bestimmten Lebensmitteln zu sich genommen haben als jene, die gesund geblieben sind. Eine epidemiologische Korrelation, wie wir sie nun nachgewiesen haben, ist aber jedenfalls ein ernst zu nehmender Hinweis auf eine solche Möglichkeit, dem unbedingt durch eingehendere Untersuchungen nachgegangen werden sollte." (red)

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24 Postings

hier spielt die musik:

http://csvi-ms.net/content/e... e-sklerose

nix ernährung, verstopfte venen sind schuld an der misere. man kann nun endlich was dagegen tun!!

vor der Behandlung:
http://www.youtube.com/watch?v=fnu8oeTdPdI

und 3 wochen nachher:
http://www.youtube.com/watch?v=DRUXsqQLzbM

Das ist nur ein Beispiel, mittlerweile gibt es viele solcher Videos.

hier eine Liste der Aerzte, sich auskennen:
http://tinyurl.com/23oz8kn

Eigentlich kann das aber jeder Radiologe machen. Auf bessere Zeiten!

gesunde Ernährung und Genuß

müssen sich nicht ausschiessen:
http://www.lustvolle-liebe.de/2010/07/0... ry-becher/

tja, diese studien betrachten meistens nur einen aspekt. hier die ernährung.

aber was wenn sich noch andere (nicht aufgezeichnete) häufungen ergeben? in der umwelt, etwaigen banalen vorerkrankungen oder sonstwas. ohne sämtlichen daten (und das ist absurd) ist die schlußfolgerunge meistens eine falsche.

Nein, die Studie betrachtet nicht die Ernährung, sondern die Produktionsmenge bestimmter Güter in der Nahrungsmittelindustrie. Der Herr Lauer stellt richtig fest, daß es keinen kausalen Zusammenhang geben dürfte.

Auch das ist ein Ergebnis. Man könnte solche Studien ins Unendliche fortsetzen und herausfinden, daß es wahrscheinlich keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen MS und zum Beispiel der Niederschlagsmenge im Sommer gibt. Oder der Anzahl von Elektrofahrrädern pro Kopf. Oder dem Anteil der Protestanten an der Bevölkerung. Und so weiter.

Daß Wissenschaftler solchen Blödsinn auf Tagungen präsentieren, ist verständlich. Schließlich brauchen sie eine Legitimation für ihre Teilnahme. Darüber zu berichten, ist aber unnötig.

in den studien geht man davon aus, der jeder mensch gleich ist.

was ist, wenn der ansatz nicht stimmt?

was ist wenn bei jedem menschen eine andere therapie notwendig wäre?

wir können auch nicht alle mit der selben partnerin/partner zusammensein (wenn das ging)?

diese prinzip alles das selbe gibt es in der natur nicht. wir gehen aber davon aus. etwas primitiv der menschliche verstand, oder das was uns die wissenschaft vorgaukelt. aber mit dieser verwirrtaktik sichert man sich das monopol auf wissen.

diese unterschiede werden in der therapie

ja so weit möglich und sinnvoll eh berücksichtigt.

und z.b. krebszellen verhalten sich in idr in jedem körper gleich.

Lesen hilft

....Diese Daten sind noch kein Beweis eines ursächlichen Zusammenhangs, aber ein klarer Hinweis darauf, dass ein solcher Zusammenhang bestehen könnte und daher eingehend untersucht werden sollte....

mei bier is ned deppad!

"Eingehendere Untersuchungen notwendig"


Da profiliert sich nur jemand mit einer These, die möglichst viel öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll, und hofft auf die Weise bald auch die Mittel zu bekommen, um es wissenschaftlich nachweisen zu können.

Fritz Meyer.

MS ist eine Krankheit, die wir nicht verstehen. Mit solchen Studien nähern wir uns an, wobei (wie auch am Ende des Artikels ausgdrückt) dies keine Aussage über INDIVIDUELLE Risikofaktoren zulässt. Auch stellt sich die Frage, inwieweit z.B. genetische Faktoren eine Rolle spielen (z.B. häufiger in nördlichen Regionen, was nachgewiesen ist, die eben auch mehr Fleisch und Bier konsumieren als die Süden).

"von Multipler[!] Sklerose"

zum glück passt bier nicht zu schokolade.

Bier passt zu ALLEM.

sie trinken offensichtlich das falsche bier!

kosten sie doch mal schokolade gemeinsam mit dunklen stouts, porter oder bock bieren. oder ganz speziell ein schokolade bier.

die kohlensaeure des bier loest die schokolade besser von der zunge als wein. selbiges gilt auch fuer kaese...

viel vernuegen!!!

Danke für den Tipp! Bier und Schokolade gehören zu meinen Leibspeisen, aber in Kombination hab ich das noch nie probiert!
Wo bekommt man Schokoladebier?

Risikofaktoren sind wahrscheinlich weniger diese Produkte, als vielmehr die kuenstlichen oder zusaetzlich hineingeworfenen Inhaltsstoffe,

die mittlerweile darin enthalten sind!

Na ja, MS ist ja keine moderne Krankheit. Was ist mit Erkrankungen vor Jahrzehnten?

WAS, diese PatientInnen konnte man in dieser Studie mit einbeziehen?

Wow. Zeitreise?

Es war schon bisher bekannt, dass MS interessanterweise in gewissen Regionen häufiger vorkommt als in anderen (im wesentlichen eine abnehmende Häufigkeit Nord-Süd): abgesehen von der Frage nach Ursache und Wirkung hatten nördliche, mehr fleischkonsumierende Regionen schon immer mehr MS Erkrankungen und das seit Jahrzehnten, das kann nix mit ihren Befürchtungen über Inhaltsstoffe zu tun haben.

\Bei der Selektion und der Studie glaube ich, dass jegliche

Schlussfolgerung zulaessig waere.

Hört sich gut an.

Moegliche Risikofaktoren

Wenn der Hinweis wahr ist, dann wird es viele Leute traurig machen. Denn Frauen lieben Schokolade, und maenner lieben Bier, ohne diese verarbeitete Lebensmittel im Alltrag zu geniessen, ist das Leben zu langweilig.

Verlust von Genuss

Vergessen wir nicht die rückgehenden Steuereinnahmen und Umsätze von Genussmittelerzeugern. Da wir verbaucher nun endlich wissen, wie wir nach neuesten medizinischen Erkenntnissen wieder eine Krankheit vermeiden können, sollten wir schleunigst auf genannte Lebensmittel verzichten und zu Ruckelrüben und Trockenbrot zurück kehren. :-)

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