Marek

"Ich biedere mich nicht so an wie die Grünen"

L. Aigner, R. Winkler-Hermaden, 23. Juni 2010, 06:54
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    "Leider soll die 24-Stunden-U-Bahn erst ab 1. September kommen. Die Nachtschwärmer sind im Sommer unterwegs! Da passt es aber offensichtlich nicht in den SPÖ-Wahlkalender."

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    "Eine Oppositionspartei hat die Aufgabe, Kontrolle auszuüben. Ich trete an, um etwas besser zu machen und ich gehe davon aus, dass die SPÖ nach der Wahl an Lösungen interessiert ist."

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    "Ich denke, dass die Grünen einfach nicht mehr die Zeichen der Zeit erkennen und dass sie es auch nicht mehr schaffen, mit entsprechenden Lösungen die Leute abzuholen."

Wiener ÖVP-Chefin Marek über Parksheriffs, die ihr ein Gefühl von Sicherheit geben, und die schwächelnden Grünen

Die ÖVP will nach der Wahl im Herbst in die Wiener Stadtregierung einziehen, das steht für die Wiener ÖVP-Parteichefin Christine Marek fest. Vorstellen kann sie sich, dass die ÖVP den Sicherheitsstadtrat stellt. Einen solchen Posten brauche es, sagt Marek: "Wir wollen alle Kapperltruppen in Wien unter ein Dach bringen - mit einer Erkennbarkeit als Uniformierte." Dadurch würden sich viele in der Stadt sicherer fühlen. 

Warum sie eine Dreier-Koalition mit Grün und Blau ausschließt, wieso die Stadt kein neues Hausbesorger-Gesetz braucht und warum sie am liebsten schon kommendes Wochenende mit der 24-Stunden-U-Bahn vom Donauinselfest nach Hause fahren würde, sagt sie im Interview mit derStandard.at.

***

derStandard.at: Sie haben dem Hausbesorger-Gesetz der SPÖ nicht zugestimmt. Was haben Sie eigentlich gegen die Hausmeister? 

Marek: Ich habe im Interesse der Mieter und für die gesamte ÖVP nein zum Gesetz gesagt. Dieses Privilegien-Gesetz wurde im Jahr 2000 zurecht abgeschafft, weil damit eine kleine Gruppe geschaffen wurde und die Kosten in keiner Relation zum Nutzen gestanden sind. Seit damals wird die Hausbetreuung flexibel gestaltet, mit vernünftigen Kosten und einem seriösen Mindestlohntarif. Deswegen braucht es kein neues Gesetz, das die alten Hausbesorger mit Sonderprivilegien zurückbringt und die Mieter und Eigentümer bares Geld kostet. Wir schützen die Mieter vor einer SPÖ, die offenbar nur Versorgungsposten in den Gemeindebauten schaffen will. Nur weil die Parteiorganisation der SPÖ nicht mehr funktioniert, dürfen die Mieter Wiens nicht mehr bezahlen. Um Hausbesorger anzustellen, braucht es im Übrigen nicht einmal ein neues Gesetz.

derStandard.at: Aber mit 81 Prozent ist die überwiegende Mehrheit der Wiener dafür. Haben sich die Wiener bei der Volksbefragung geirrt?

Marek: Bei nur 34 Prozent Beteiligung. Es ist also nicht einmal ein Drittel der Wiener, die sich für ein Hausbesorger-Gesetz ausgesprochen haben. Für zwei Drittel der Wiener waren die Fragen der SPÖ so irrelevant, dass sie nicht hingegangen sind. Und das muss man sehen. 

derStandard.at: Bei der 24-Stunden-U-Bahn nehmen sie die Zustimmung der Wiener aber gerne als Argumentationsgrundlage.

Marek: Ja sicher, dort, wo es um sinnvolle Gesetze geht. Wir werden ja nicht unsere eigene Forderung ablehnen. Aber leider soll die 24-Stunden-U-Bahn erst ab 1. September kommen. Die Nachtschwärmer sind aber jetzt im Sommer unterwegs und brauchen die Öffis! Leider müssen die Wiener weiterhin warten, weil es nicht in den SPÖ-Wahlkalender passt. Man könnte die 24-Stunden-U-Bahn viel früher umsetzen. Dass die zuständigen SPÖ-Stadträte ständig behaupten, es seien noch Verhandlungen zu führen, die länger dauern, ist eine fadenscheinige Ausrede. Die Volksbefragung ist im November 2009 initiiert worden - inzwischen ist mehr als ein halbes Jahr vergangen.

Wenn der SPÖ die 24-Stunden-U-Bahn wichtig wäre, dann könnte sie das gleich umsetzen. Warum nicht schon beim Donauinselfest? Das wäre eine gute Idee. 

derStandard.at: Sie wollen die Stadt sicherer machen - mit Förderungen für Sicherheitstüren und einer Stadtwache. Letzeres fordert auch FP-Chef Strache, inklusive Pfefferspray und Schlagstock. Wollen Sie das auch?

Marek: Dass der Herr Strache jetzt eine langjährige Wiener ÖVP-Forderung aufgreift, finde ich nett, aber man muss schauen, was wirklich funktioniert. Es soll auch ein zuständiges Regierungsmitglied geben, einen Sicherheitsstadtrat. Die Stadtwache soll Aufgaben übernehmen, die die Polizei jetzt in Wirklichkeit für die Stadt übernehmen muss. Zum Beispiel das Bettelverbot oder den Hundeführerschein exekutieren, den Hundstrümmerl-Dienst übernehmen.

Ich hatte selbst einmal ein mulmiges Gefühl, als ich in der Dämmerung in einer düsteren Nebenstraße gehen musste. Aber als ich die uniformierten Parksherrifs patroulieren gesehen habe, hatte ich sofort ein sicheres Gefühl, obwohl sie nicht bewaffnet waren.

Wir wollen alle Kapperltruppen in Wien, die alle unterschiedlich wenige Kompetenzen haben, unter ein Dach bringen - mit einer Erkennbarkeit als Uniformierte. Es braucht keine Bewaffnung, aber eine einheitliche Ausbildung, klare einheitliche Kompetenzen, dann haben wir viel geschafft in dieser Stadt.

derStandard.at: Der Sicherheitstadtrat, wäre das ein Posten, den die ÖVP gerne einnehmen würde?

Marek: Natürlich. Wenn ich in Wien mit einem politischen Verantwortlichen über Sicherheit telefonieren will, weiß ich derzeit nicht, wo ich anrufen soll. Darum geht es, dass es einen Zuständigen gibt. 

derStandard.at: Sie haben angekündigt, dem Rechnungsabschluss der SPÖ für das Jahr 2009 nicht zuzustimmen. Auch in der Frage der Hausmeister machen Sie sich keine Freunde in der SPÖ. Könnte das nicht eine eventuelle Koalition mit der SPÖ belasten?

Marek: Eine Oppositionspartei hat die Aufgabe, Kontrolle auszuüben. Ich trete an, um etwas besser zu machen und ich gehe davon aus, dass die SPÖ nach der Wahl an Lösungen interessiert ist. Ich habe das auf Bundesebene immer schon so gehalten. In vielen Dingen haben wir unterschiedliche Standpunkte, aber der gemeinsame Nenner heißt Wien. Es kann aber nicht sein, dass wir zu Problemen schweigen, die auf der Hand liegen. Ich biedere mich auch nicht so an, wie das die Grünen tun. Mir ist nur wichtig, dass die Kritik, die wir üben, immer eine ist, wo man sich trotzdem in die Augen schauen an. Ich werde nie persönlich und die Kritik, die ich übe, findet immer auf der sachlichen Ebene statt. 

derStandard.at: Die SPÖ behauptet ja ohnehin, die ÖVP plane eine Koalition mit Grün und Blau. 

Marek: Diese Aussage ist so lächerlich, dass es eigentlich fast schade ist, sich damit auseinanderzusetzen, weil es einfach so an den Haaren herbeigezogen ist. Die Grünen wollten sich nicht einmal auf einem Tisch fotografieren lassen, wo Strache zuvor gesessen war. Abgesehen davon sind wir meilenweit auseinander. Schauen Sie sich das Personal bei den Freiheitlichen an, schauen Sie sich die Themen an. Die Grünen sind wie ein Flohhaufen - bunt im negativsten Sinn. Ich wüsste nicht, wie man auf Dreiparteienbasis, noch dazu mit so unterschiedlichen Akteuren, ein gemeinsames Programm zusammenbringt, das Lösungen für die Probleme dieser Stadt für die nächsten fünf Jahre bringt. 

derStandard.at: Die Wiener ÖVP hat sich über Rückenwind nach der Burgenland-Wahl gefreut, bei den Grünen war das Ergebnis nicht berauschend. Kann die ÖVP aus der momentan schwächelnden Grünen Partei Vorteile ziehen?

Marek: Einige unsere Themen sprechen sicher auch grün-affine Wähler an. Ich denke, dass die Grünen einfach nicht mehr die Zeichen der Zeit erkennen und dass sie es auch nicht mehr schaffen, mit entsprechenden Lösungen die Leute abzuholen. Gerade in meiner Politik als Staatssekretärin habe ich frauen- und familienpolitisch sehr viel geschafft. Das wird sicher auch im grün-affinen Lager positiv gesehen und wir werden uns natürlich auch bemühen, in diesem Segment Wähler anzusprechen.

derStandard.at: Sie schlagen - wie FPÖ-Obmann Strache - ein verpflichtendes Vorschuljahr für Kinder mit Deutschdefiziten vor.

Marek: Ja, er merkt offensichtlich, dass unsere Themen ganz gut ankommen. Dieses unverschämte Kopieren gefällt mir zwar nicht, aber er glaubt wohl, dass er mit fremden Federn punkten kann.

Zurzeit haben wir 10.000 außerordentliche Schüler, die aufgrund von massiven Deutschdefiziten dem Unterricht nicht folgen können. Wir haben in der Volksschule zwanzig Wochenstunden Unterricht und elf Wochenstunden Deutschunterricht für die Kinder, die Defizite haben. Aber nicht hintereinander, sondern gleichzeitig. Wenn die Kinder in der Klasse sitzen, können sie dem Unterricht nicht folgen und wenn sie im Deutschunterricht sind, versäumen sie den anderen Unterricht. Im Interesse der Kinder - zuerst sollen sie die deutsche Sprache lernen und dann in den Unterricht einsteigen. Dann haben sie alle Chancen und die leistungsstarken werden nicht am Lernen behindert.

derStandard.at:  Ist es nicht problematisch, wenn man gerade die Kinder, die nicht Deutsch können, von den anderen, deutschsprechenden Kindern, trennt?

Marek:Wir haben Schulklassen, in denen achtzig Prozent nicht-deutschsprachige Kinder sitzen. Eine Durchmischung ist da illusorisch. Natürlich ist die Durchmischung das optimale, aber vom optimalen sind wir in der Wiener Schulpolitik schon längst weg. Deshalb ganz klar: Kinder, die nicht Deutsch können haben in der ersten Volksschulklasse nichts verloren - Deutsch ist Pflicht.

derStandard.at:  Auf einem Ihrer Plakate heißt es: "Reden wir über Bildung. Am besten auf Deutsch" - Glauben Sie nicht, dass Sie mit so einem Plakat eher die FPÖ-Wähler und nicht die Grünwähler ansprechen?

Marek:Interessanterweise kommt diese Botschaft quer durch die Parteien, quer durch die Bezirke, quer durch die Bevölkerung gut an. Wir haben einfach das Grundproblem offen und ehrlich angesprochen. Deutsch ist die Basis für alles. Wenn ich die deutsche Sprache nicht beherrsche, dann ist alles andere obsolet und genau das ist das Problem. 

derStandard.at:Der Wiener Wahlkampf wird ja noch ein paar Monate dauern. Strache wirkt schon etwas müde und angeschlagen. Wie halten Sie sich fit für die Wien-Wahl?

Marek: Für mich ist die Arbeit so motivierend, es puscht mich einfach, weil es auch so viel positives Feedback gibt. Das ist meine Droge. (Lisa Aigner und Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 23.6.2010)

Zur Person:

Christine Marek (42) ist seit März 2010 Landesparteiobfrau der ÖVP Wien und seit 2008 Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend.

Kommentar posten
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Guardian
00
28.7.2010, 10:43
keine anbiderung

ach nee, das ist ja ganz was neues, sich mit sportlern ablichten lassen, das ist keine anbiderung. in heute mit sms herumspammen, entfernt wer diese frau

Martin Hammerschmied
00
29.6.2010, 07:42
Keine Stadtwache

ohne Hauptmann Mumm

Gawain
 
01
26.6.2010, 13:33
Ausstrahlung und Charakter...

Entweder gut versteckt oder nicht vorhanden...

idler
02
26.6.2010, 11:53
Danke Frau Marek

für die schöne Beschreibung Ihres dem Demokratieverständnisses!

81 Prozent sind uns völlig Wurscht!
Vor allem die linken Prolos aus dem Gemeindebau.
Die ÖVP bezieht die Legitimation zur Macht ja nicht vom Volk, sondern direkt von Gott.

Tornos
00
18.8.2010, 16:22

Immerhin hat der auch Wolfgang Schüssel die Kraft geschenkt ... laut einer Kollegin von Frau Marek ...

Vergib ihnen
01
26.6.2010, 11:38
dieses face

schaut euch mal genau dieses Foto an von ihr, da kriegt man nicht nur Angst, da IST Angst und das ergebnis gurkt sich aus ihrem Mund in die welt hinaus. Die ÖVP war immer schon die solidere verschleiderte FP.

dasBeobachter.blogspot.com
00
26.6.2010, 09:29
offensichtlich steckt nicht nur strache,

sondern auch marek hinter der wahlhelfenden plakatkampagne der wiener polizei.
http://yfrog.com/9en9dkj

tja, das "subjektive sicherheitsgefühl", welches wohl aufgrund gezielter "informationskampagnen" erschüttert wurde, muss wohl von "den guten" wieder hergestellt werden.

dies als anbiederung zu bezeichnen ist wohl untertrieben. - es gilt die unschuldsvermutung.

schüssels "die roten sind schuld" wurde wohl auf "was nicht rechts ist, ist böse" optimiert...

dasBeobachter.blogspot.com
01
26.6.2010, 09:23
ich biedere mich nicht so an, wie die grünen...

die:
*) "ich liefere arigona den rechten am silbertablett"-partei,
*) welche ihre politik der "subjektiven sicherheit" ignoranterweise entgegen dem verfassungsschutzberichts verfasst
*) keine möglichkeit auslässt, alles zu blockieren, was dem politischen gegner bei der nächsten wahl nützlich sein könnte (unabhängig vom schaden, den sie damit anrichten)
*) und welche ein "burkaverbot" zum europathema machen will,

biedert sich wirklich nicht so an, "wie die grünen".

denn im gegensatz zu den grünen, biedert sich die VP wirklich in ekelerregender art und weise den rechtsextremisten an.

Vergib ihnen
01
26.6.2010, 11:30
kann es sein, dass sie sich nicht anbiedern

sondern selbst solcherlei in ihrer riege haben? ich mein ja nur. Den eine Fekter spielt nicht, sie ist so, eine Marek - wird man sehen. Hardcore, elendiges können sie anrichten in einer demokratie, wie geschildert. Gott behüte, sie in einer diktatur zu erleben, aber a bissale SIND sie ja diktatur.

Eliaine
01
26.6.2010, 09:03
Du liebe Zeit

Die typische ÖVP Karrierefrau - ich frag mich immer, ob die aus einer Schablone kommen.
Im Grunde genommen ist die ganze Partei zunehmend eine "FPÖ für die Vornehmeren".Zumindest in den Städten, wo das Pseudochristentum nicht mehr so dominiert.

philippe glatz1
01
25.6.2010, 21:21
Mulmiges Gefühl kriege ich eigentlich

eher wenn ich diese Aussagen der Frau M. lese. Hier wird auf alles hingeschlagen was nicht deutsch ist und nicht schwarz wählt. Und da wagt sie noch zu behaupten sich nicht anzubiedern. Sie ist eine biedere Geiferin, eine Hausmeisterin an der "Bassena" wie sie im Buche steht und hat offensichtlich des Wortes Sinn nicht verstanden.Ob sie genug deutsch kann? Sie passt gut zur Mitzi, die ja auch um ihr Handtaschl bangt. Was soll werden aus dieser Stadt in der alles überwacht werden soll.

also dann ...
03
25.6.2010, 14:47
ad anbiedern - naja ... die braune halskrause...

und die mastdarmakrobatik während der schüssel-regierung...reicht sowieso für mehrere leben aus.

so what ?

Vergib ihnen
00
24.6.2010, 12:55
das kleine einmaleins aller Disziplinen

ein beispiel: sagt man einem Jungmenschen in seiner Kinderstube täglich mal, wie gefährlich die welt ist, so wird er sie für gefährlich halten. Sagt man ihm, dass es jetzt Sheriffs braucht, weil es gefährlich ist, dann wird er bei jedem Blick auf den Sheriff denken, es wäre halt gefährlich, ... man kann, sofern einem diese Binsenweisheit nicht bekannt - nachlesen, Frau Marek, bei den Physikern, Psychologen, Therapeuten, Energetikern, Pädagogen, woimmer Sie wollen. Was Sie also hier machen, ist Volksverängstigung vom Feinsten. Und das beste, was uns Bürgern in seiner politischen Tragweite dann mal passieren kann, ist beim Wort "Marek" schon Angst zu kriegen. Zu fürchten steht, dass die Ängstlichen Sie nicht durchschauen.

torch
 
00
25.6.2010, 15:03

Mareks kleine Maschekwelt ...

jimmydean
00
24.6.2010, 21:45
ja, sie hat ihre hc-lektion gut gelernt

sie wird einen guten vzbgm von hc's gnaden abgeben... oder übernimmt den job doch der kabas ?

Vedralo-Spiralo
21
24.6.2010, 12:22
So gehört es sich...

.... Voller Angriff auf die rote Rathausmehrheit...

springflower
03
24.6.2010, 11:55
Gott! Diese Marek dreht und wendet Volksbefragungs-

ergebnisse, wie sie es braucht! Ich wohne in OÖ in einem Wohnbau ohne Hausbesorger. Mit dem Erfolg, dass dort das Recht des Stärkeren vorherrscht. Wer frecher ist, siegt. Stiegehausputzen tun die Mieter selber.Instandhaltungen werden versprochen, aber nie gemacht. Dafür steigen die Betriebs- und Verwaltungskosten ins Unermessliche, ohne dass man gesetzlich dagegen vorgehen könnte. Ja!!! Das
ist natürlich was für eine ÖVP-Frau! Nutzen auf der Seite der Wohnbau-Eigentümer und Verwalter, Lasten und schlechtere Lebensqualität auf der Seite der Mieter. Sind ja nur SPÖ oder FPÖ-Klientel, wen scherts!

Bharat J. Kulamarva
 
12
24.6.2010, 08:52
"Sicherheitsgefühl"

Ich hatte selbst einmal ein mulmiges Gefühl, als ich in der Dämmerung in einer düsteren Nebenstraße gehen musste. (wofür es in einer der sichersten Großstädte der Welt keinen rationalen Grund gibt)

Aber als ich die uniformierten Parksherrifs [sic!] patroulieren [sic!] gesehen habe, hatte ich sofort ein sicheres Gefühl, ... (wofür es ebenfalls keinen rationalen Grund gibt. Die "Parksherriffs" sind weder entsprechend ausgebildet noch, wie Marek ja selbst einräumt, bewaffnet)

Mein Vorschlag:
Kapperlpflicht für alle Wienerinnen und Wiener! Das kostet weniger als zusätzliche Planstellen und stärkt offensichtlich (ohne jeden rationalen Grund) das "Sicherheitsgefühl".

DasLebenIstSchwerUndDannStirbtMan
00
24.6.2010, 15:11

tja, das sicherheitsgefühl hängt nicht unwesentlich von der anzahl der feinde ab.
als övp politikerin hat man davon bestimmt einige mehr als sie.
und offensichtlich kann sie nicht vermeiden, ab und zu mal durch eine dunkle gasse zu gehn.
die billigere lösung als mehr ordnungskräfte wär vielleicht personenschutz.

dasBeobachter.blogspot.com
01
26.6.2010, 09:35
das subjektive sicherheitsgefühl hängt vorwiegend von der anzahl und relevanz definierter "feinde" ab.

wobei diese definition maßgebend durch information geschaffen wird.

der neurobiologe dr. joachim bauer beschreibt dieses problem folgendermaßen:

"Einschneidende oder oft wiederholte Vorerfahrungen von Gefahr, Niederlage, Angst und Flucht verändern neuronale Netzwerke also in der Weise, dass die >>top-down<< Kontrolle geschwächt wird oder versagt mit der Folge, dass bei der Interpretation künftiger neuer Situationen ängstliche Interpretationen die Oberhand haben, die wiederum in die gleiche Richtung gehen."

wobei das augenmerk auf das wort "Vorerfahrungen" (inkludiert plakate, medien genauso, wie (mund)propaganda

den leuten angst zu machen (auf basis von einzelfällen),
um dann als "retter vor dem bösen" aufzutreten, nennt man?

Vergib ihnen
00
26.6.2010, 11:36
sie sind daher nicht nur ungebildet

sie sind auch von schändlicher absicht, die ÖVPler. Diese Kombination ist halt zerstörerisch, kurz- und langfristig. Im allgemeinen sieht man ja mehr und mehr anhand von praktischen beispielen, wie jenseits jeder Bildung sich dort alles abspielt, denn Bildung hätte anderes gezeitigt, egal in welchem ressort, denn bildung hat es so an sich, dass sie interdiszilinär, integrativ, erneuernd zu denken in die Lage versetzt. Anstatt von niedrigfrequenten Energien aus die welt zu steuern.

silent_trust
 
03
24.6.2010, 05:45
Was jetzt ?

Stadtwache ? Militärpolizei ? "kapperlbehörde"? Polizei aufstocken? Die Frau ist wild unentschlossen was jetzt eigentlich will.

Um es mit Goethe zu sagen "Mir dünkt, die Alte spricht im Fieber!"

benjohnson1988
12
24.6.2010, 02:46

ich halte es der SPÖ zugute, dass wir Dank dieser BürgerInnen-Umfrage zumindest über ein paar andere Themen als über "Daham statt Islam" gesprochen wird. Die Suggestivfragen fand ich lahm aber die Strategie sich nicht immer von der F mit dem Ausländer-Thema vor sich her jagen zu lassen ist halbwegs aufgegangen.

BP tankt auch Ihren Golf voll!
00
24.6.2010, 09:45
vor allem haben jetzt Leute, die vorher scheinbar sicher eine MEhrheit hinter sich geglaubt haben eine Zahlengrundlage

So wie nicht die überwältigende Mehrheit der Wiener die Nacht Ubahn wollte, wollten aber 4 von 5 Leuten einen Hausmeister statt einer unpersönlichen Betreuungsfirma. Schön, wie das alles schöngeredet wird...

Gerhard Schwarz
 
18
24.6.2010, 01:14

Die ÖVP-"Stadtwache" würde bei der Parkraumüberwachung wegen der Vielzahl der unterschiedlichen "Überwachungsaufträge" in Wirklichkeit eine Verschlechterung der Kontrolldichte bringen. Und DAS ist die eigentliche Intention, die hinter dieser schwarzen Schnapsidee steckt. Ganz abgesehen davon, dass eine Stadtwache ohne Exekutivgewalt ohnehin zum Krenreiben ist. Und die Exekutivgewalt gehört zu einer bundesweit einheitlich gut ausgebildeten, gutausgerüsteten, gutmotivierten und gutbezahlten Bundespolizei. Und sonst nirgendwohin. Frau Marek faselt Unsinn.

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