Zebrastreifen getestet: Risiko für Fußgänger

22. Juni 2010, 11:24
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In 27 Prozent der Fälle wurde der Schutzweg ohne Beachtung des Fußgängers überfahren - 115 Mal warteten die Fußgänger bis zu zwei Minuten vergeblich

Schutzwege werden ihrem Namen nicht gerecht. Sie bedeuten für die Fußgänger ein großes Risiko. 40 nicht ampelgeregelte Zebrastreifen in ganz Österreich wurden im Juni von Testern untersucht. Das Ergebnis stellt den heimischen Fahrzeuglenkern kein gutes Zeugnis aus. Durchgeführt wurde die Untersuchung von dem auf Testkäufe spezialisierten Unternehmen Markus Weinhold Consulting. Sie schickten 25 Tester "ins Feld".

240 Mal wurde das Verhalten der Autofahrer beobachtet. Ein Drittel der Zebrastreifen wurden in Wien unter die Lupe genommen, zwei Drittel in den Hauptstädten der Bundesländer. Die Tester waren genau eine Woche lang unterwegs.

In 65 Fällen (27 Prozent) wurde der Schutzweg ohne Beachtung des Fußgängers überfahren. 115 Mal (48 Prozent) warteten die Fußgänger bis zu zwei Minuten vergeblich, bis sie jemand über die Straße ließ. Sie mussten das Anhalten erzwingen, indem sie den Schutzweg betraten.

In 22 Fällen (neun Prozent) kam es vor, dass die Fahrzeuglenker - sichtlich von der Situation überrascht - abbremsten. Danach bemerkten sie, dass der Anhalteweg zu lange wäre und die Fahrt durch Erhöhung der Geschwindigkeit fortsetzten. Nur in 38 Fällen (16 Prozent) hielten die Fahrzeuglenker vorausschauend an, und der Fußgänger konnte ungehindert die Straße überqueren, beobachteten die Tester. (APA)

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