Gorenje schließt Boiler-Fabrik in Slowenien

22. Juni 2010, 11:14
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Rund 300 Beschäftigte verlieren ihren ob - Produktion wird nach Serbien verlagert

Ljubljana - Der slowenische börsenotierte Haushaltsgeräte-Produzent Gorenje hat die Schließung seiner Boiler-Fabrik in Slowenien angekündigt. Die Produktion im Laibacher Tochterunternehmen Gorenje Tiki wird heuer Ende November eingestellt und nach Serbien verlagert, teilte das Unternehmen mit. Rund 300 Beschäftigte werden dadurch ihre Arbeit verlieren.

Als Grund für die Schließung wurde ein sich anhäufender Verlust des Tochterunternehmens angegeben. Gorenje Tiki steckt seit 2009 in roten Zahlen, wobei der Absatz zwischen 2008 und 2010 um 40 Prozent eingebrochen war. Im Vorjahr verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 1,8 Mio. Euro, in den ersten fünf Monaten 2010 erreichte das Minus bereits 1,2 Mio. Euro. Trotz Sanierungsmaßnahmen gäbe es keine guten Aussichten für einen positiven Betrieb, weil sich dieses Marktsegment nach der Wirtschaftskrise noch nicht erholt habe, erklärte Gorenje die Entscheidung. Die Schließung müssen Ende Juli noch die Aktionäre absegnen.

Die Produktion wird aus Ljubljana in die serbische Stadt Stara Pazova verlagert, wo Gorenje Tiki im November 2007 ein neues Werk eröffnet hat. Bereits im März hatte Gorenje ein Teil seiner Produktion in das nordserbische Werk verlagert. Laut Gorenje arbeitet die serbische Fabrik mit einer "positiven Null" aufgrund geringerer Produktionskosten, bis Jahresende ist allerdings ein Gewinn geplant. (APA)

 

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