Opel baut für GM Autos für den Weltmarkt

22. Juni 2010, 10:55
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Opel wird in Deutschland für die US-Mutter General Motors künftig Autos für den weltweiten Verkauf entwickeln

Hamburg - Opel wird in Deutschland für den US-Mutterkonzern General Motors (GM) künftig Autos für den weltweiten Verkauf entwickeln. Dem erfolgreichen Modell Insignia, das in den USA unter dem Markennamen Buick verkauft werde, würden "weitere globale Modelle folgen, die in Rüsselsheim für den Weltmarkt entwickelt werden", sagte GM-Chefingenieur Jim Federico der "Financial Times Deutschland" (FTD) vom Dienstag. Nächstes Modell aus dem Hause Opel für die Vermarktung in den USA unter der US-Traditionsmarke Buick solle die neue Version des Kompaktwagens Astra sein, zitierte die Zeitung Opel-Kreise.

"Wir wollen Buick zu einer Weltmarke ausbauen", sagte Federico der "FTD". Nach Nordamerika und China habe GM den Blick bereits auf andere Märkte gerichtet. Buick wird demnach künftig in zahlreichen Ländern mit der Opel-Schwestermarke Chevrolet konkurrieren. Einen direkten Wettbewerb in Europa solle es aber vorerst nicht geben. "Für Europa hat Buick derzeit noch keine Pläne", sagte der GM-Chefingenieur. Dies könne sich künftig aber ändern.

GM startet in diesen Tagen in den USA mit dem Verkauf der US-Version des Opel Insignia unter der Marke Buick. Bis auf den Kühlergrill ist das Modell identisch mit der deutschen Variante. Bereits in der Vergangenheit wurden Autos von Opel in den USA verkauft - damals noch unter dem Markennamen Saturn. Auch der Insignia sollte auf dem US-Markt als Saturn angeboten werden. GM stellte die Marke aber im Zuge seiner Sanierung im vergangenen Jahr ein. Für Opel hatte GM in der vergangenen Woche nach eineinhalb Jahren Kraftanstrengung sämtliche Anträge auf Staatshilfen zurückgezogen und will das Tochterunternehmen nun in Eigenregie wieder auf Kurs bringen.(APA)

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    Insignia in Produktion

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