Ermittlungen gegen 18 Personen wegen Zugsunglücks von Viareggio

22. Juni 2010, 10:38
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32 Tote im Juni 2009 - Auch Geschäftsführer der italienischen Bahn laut Medien im Visier der Fahnder

Ein Jahr nach dem Zugsunglück in der toskanischen Küstenstadt Viareggio, bei dem 32 Personen ums Leben gekommen sind, ermittelt die Staatsanwaltschaft der Stadt Lucca gegen 18 Personen. Dies berichtete Oberstaatsanwalt Aldo Cicala nach Angaben italienischer Medien am Dienstag. Medienberichten zufolge ist auch der Geschäftsführer der italienischen Staatsbahnen, Mauro Moretti, ins Visier der Fahnder geraten. "Ich schließe nicht aus, dass gegen mich ermittelt wird", meinte Moretti.

Am 29. Juni 2009 war ein Güterzug in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs von Viareggio entgleist, worauf einer der mit Flüssiggas gefüllten Tankwaggons explodierte. Die Detonation und der anschließende Großbrand richteten im Zentrum der Stadt schwere Verwüstungen an.

Rund tausend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Es war das schwerste Zugsunglück in Italien seit mehr als 20 Jahren. Die in Wien ansässige Firma GATX Rail Austria GmbH, Eigentümerin des entgleisten und explodierten Kesselwaggons, hat sich bereiterklärt, gemeinsam mit den italienischen Staatsbahnen (FS) die Angehörigen der Opfer und Verletzten des Bahnunglücks zu entschädigen. (APA)

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