Börse Frankfurt schließt im Minus

22. Juni 2010, 18:22
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Gewinnmitnahmen, Rating-Abstufung der BNP Paribas, moderat gestiegener Yuan dämpfen

Frankfurt - Gewinnmitnahmen haben die Frankfurter Aktienbörse am Dienstag wieder ins Minus gedrückt. Der Leitindex DAX verlor 0,38 Prozent auf 6.269,04 Punkte, nachdem er zu Wochenbeginn noch an sein Jahreshoch von rund 6.342 Punkten herangerückt war. Der MDAX sank um 0,58 Prozent auf 8.459,68 Punkte, der TecDAX sackte um 1,13 Prozent auf 780,65 Punkte ab.

Als weitere Gründe für das Minus am Markt nannten Börsianer neben der Bonitätsabstufung der BNP Paribas auch den nur moderat aufgewerteten Yuan. Die Hoffnung auf eine Aufwertung der chinesischen Währung hatte am Vortag vor allem Exportwerte beflügelt. Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck verwies als Belastung zudem auf enttäuschende US-Konjunkturdaten. In den USA waren die Verkäufe bestehender Häuser im Mai überraschend gefallen.

Gefragt waren vor allem die als eher defensiv geltenden Aktien. So stiegen die Titel des Gase-Spezialisten und Anlagenbauers Linde mit plus 0,99 Prozent auf 89,63 Euro an die DAX-Spitze. Auch Papiere des Medizin-Konzerns Fresenius sowie Titel von Beiersdorf und Henkel zählten zu den Favoriten. Am Indexende verloren die erst am Montag in den DAX aufgestiegenen Anteilsscheine von HeidelbergCement 3,14 Prozent auf 44,75 Euro.

Papiere von BASF büßten 0,33 Prozent ein auf 46,74 Euro. Der weltgrößte Chemiekonzern dürfte nach Informationen aus Kreisen noch in dieser Woche die Übernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis perfekt machen. Unterdessen kündigte der Konzern auf einer Pressekonferenz zur Branchenmesse an, sein Geschäft mit Kunststoffen vor allem mit dem Bau von neuen Anlagen in Asien profitabler machen zu wollen. Vom Geschäft mit Styrol-Kunststoffe will sich BASF trennen. (APA)

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