Hellas-Krise

Griechen umwerben Touristen

22. Juni 2010 08:51
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    Foto: bruckner

    Siga, siga - wie der Grieche so schön sagt - aber so richtig entspannt sind die Touristiker derzeit nicht. Am Mittwoch streikt die Gewerkschaft der Seeleute. Reisende müssen mit erheblichen Problemen im Fährverkehr rechnen. Betroffen sind vor allem die Verbindungen in der Ägäis. Viele Inseln, die keinen Flughafen haben, sind für 24 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten.

Weniger Urlauber haben für die Griechen drastische Folgen für die Wirtschaft, jetzt lockt man mit Kostenübernahme im Streik-Fall

Athen - Überall scheint in Griechenland derzeit nicht die Sonne. Vor allem die Touristiker haben es nicht leicht, steht doch das Land viel öfter in Zusammenhang mit Untergangsszenarien, denn mit Sonne, Meer und Entspannung in der Zeitung. Weniger Gäste in einer Bandbreite von minus 30 bis minus zehn Prozent werden für heuer befürchtet.

Drastische Folgen für die Wirtschaft

Weniger Urlauber haben für die Griechen aber drastische Folgen für die Wirtschaft. Der Tourismus macht immerhin 20 Prozent der Staatseinnahmen aus. 850 000 Arbeitplätze hängen vom Wohl und Weh der Reisebranche ab. Sind schmelzende Gästezahlen auch nicht erst seit heuer zu beobachten, schmerzen sie in harschen Zeiten wie diesen aber ganz besonders.

Zu teuer, seien sie geworden, für das, was sie bieten, wirft manch einer den Griechen vor. Nicht unerheblich für die Entscheidung des einen oder anderen, Urlaub bei den Griechen auf ein andermal zu verschieben, dürfte aber auch der heftige Widerstand in Griechenland selbst gegen das mittlerweile geschnürte Sparpaket sein. Die zahlreichen Streiks im heurigen Jahr, machten vermutlich dem einen oder anderen in Sachen Heimreise einen Strich durch die Rechnung. Und wer sitzt schon gerne nach Ende des Urlaubs in seinem Domizil fest, und sei es noch so schön.

Startschuss für Werbekampagne

Nun sagt man in Athen dem Touristenschwund den Kampf an. Geworben wird mit einer Kostenübernahmeerklärung im Falle eines Streiks. Wer im Land wegen eines solchen - oder auch wegen einer Naturkatastrophe über seinen eigentlichen Urlaub hinaus festsitze, dessen zusätzliche Ausgaben würden übernommen, umschmeichelt der neue Tourismusminister Pavlos Geroulanos am Montag potenzielle Gäste.

"Wir garantieren, für jegliche Extrakosten für Hotelzimmer und Verpflegung von jedem Besucher in Griechenland aufzukommen, selbst wenn er wegen eines Vulkans in Island festsitzt", sagte Geroulanos bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung einer neuen Werbekampagne.

In der Branche selbst steigt indes die Anspannung. Noch ist nicht sicher, wie man das heurige Jahr übersteht: "Der Preisdruck wird immer ärger", klagt eine Wirtin auf der Insel Samos. Die Betten im kleinen Familienhotel im Badeort Ireon füllt man vorwiegend mit Stammgästen - und mit Last-Minute-Touristen. Und die konnten in der Vorsaison über den einen oder anderen Reiseveranstalter um etwas mehr als 220 Euro pro Woche (inklusive Anreise aus Österreich und Frühstück) hier urlauben.  (Regina Bruckner)

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obibiber
22.06.2010 17:22

ist eigentlich gar nicht so schlecht, wenn der tourismus einbricht. vielleicht schaffen's dann etliche - obgleich unter zwang zur existenzsicherung, was nicht so toll - was andres zu machen. die tourismusbranche zahlt ohnehin so wahnsinnig schlecht, volle ausbeutung, noch dazu, wo die griechenland angebote gerade zu dumping preisen verscherbelt werden...
aber trifft wahrscheinlich eh nur wieder die, die sowieso schon nix haben, eh klassisch...

jumpingjack flash
22.06.2010 19:41

ehrlich - was wollen sie auf einer gr. insel machen - agrarisches (weltmarktpreise!?) oder auswandern.
alles geht über schiff oder noch teurer über flugzeug.
dafür gibts meist blauen himmel, sonne, sauberes meer, nach kräutern duftende vegetation

a grünes stricherl
 
22.06.2010 16:53
der antigriechische reflex in diesem forum ist wiedermal bezeichnend ..

Igor Gassner
22.06.2010 16:53
Wenn sie vernünftige Preise anbieten fahr ich wieder hin

sonst übersiedle ich in die Türkei

Herr Plumm
22.06.2010 15:57

deswegen...mitn schlauchboot nach santorin.

jumpingjack flash
22.06.2010 19:42

auf schi nach athen!

Jim Kirk
22.06.2010 15:40

Im sommer zu heiss, im herbst/winter wenn ich auf urlaub fahren will zu kalt. Ich bleib im sommer lieber in österreich und fahr in der kalten jahreszeit weiter weg.
Gegen sharm el sheik hab ich mich jahrelang gewehrt war im jänner eine woche nach den weihnachtsferien sehr erholsam und angenehm warm.

Krawuzi Kabuzi
22.06.2010 16:00

Dafür ist's in Österreich im Sommer zu kalt (zum Baden) und im Winter zu warm (zum Schifahren). Aber raunzen können wir noch alle...

Zomby Woof
22.06.2010 15:11

Ein Versprechen, das mit extrem hohem Ausfallrisiko behaftet ist.

Ausserdem sind das eh die selben Kosten, die die Reiseversicherung übernimmt.

januschk
22.06.2010 14:42
Fahren

Sie nach Griechenland!!! Ihr Geld ist schon da!!

Hellas zusammen ;-)

RG88
22.06.2010 14:15
Wer hat schon einen

Griechen bei der Arbeit gesehen?

jumpingjack flash
22.06.2010 19:46

daran sind die medien schuld - hab dem standard eh eine doko über die arbeit in einem griechischen steinbruch angeboten - die haben aber nicht geantwortet - leider!
dort kommt ein normalsterblicher nicht hin, aber ich kann ihnen versichern, es ist harte arbeit di die griechen dort leisten.
im tourismus haben wir allerdings schon viele gastarbeiterInnen (albaner, rumänen ect.) getroffen.

ma-cher
 
22.06.2010 17:44
Wer hat schon

einen herzlichen Österreicher gesehen?

h 90
22.06.2010 16:33

Das sieht man ungefaehr so oft wie 2 Yetis beim Sex.

Lady_Gaga
 
22.06.2010 16:31

Zwei Griechen beim Schneckensammeln.. Und, sagt der eine, hast schon eine gefangen ?

Nein sagt der Andere - kaum seh ich eine, huiih, ists auch schon wieder weg.

benjohnson1988
22.06.2010 16:21

wer durch Wien läuft wird nie einen "Österreicher" bei der Arbeit sehen.

wassis anderer Nick
22.06.2010 15:41

Ich, den Wirten in der Tarverne.

1116er
22.06.2010 14:46
müssen seit neuestem

die bladg'fressenen und weichg'soffenen touris ihre "verpflegung" selbst aus der heimat mitnehmen?

Josef Malik
22.06.2010 14:29

Ich, zum Beispiel.

hotibaer
22.06.2010 14:11

Was bringt mir eine Kostenübernahme, wenn ich aufgrund eines Streikes auf einer Insel festsitze und nicht wegkomme.
Da fahr ich lieber in ein Land wo das Risiko nicht so groß ist.
Vor allem zahlen die Griechen die Mehrkosten sicher mit Eu-Geldern.

cannery row
22.06.2010 13:44
locken..

der nepp der letzten jahre, einhergehend mit der möglichkeit, nicht mehr heinzukommen?

Grantscherben
22.06.2010 13:44

Eine Garantie - die ist fürn Hugo wenn man sie nicht einklagen kann.
Der Tourismusminister garantiert, aber wer garantiert für den Tourismusminister?

Kara Mia
22.06.2010 13:41
Griechenland kontra Ägypten bzw. Türkei

Leider haben die Billigurlaube obiger Länder dem schönen Griechenland schon in den vergangenen Jahren Konkurrenz gemacht. Einmal probiert - kein Vergleich. In Griechenland gibts eben noch viele gemütliche Gegenden, die fern vom Massentourismus sind. Da zahle ich gerne mehr, wenn ich mir den Anblick der ausgehungerten Touristen am All-Inclusive-Buffet ersparen kann.

Grantscherben
22.06.2010 17:52

"ausgehungert" ?, sie meinen sicher ausgfressn

obibiber
22.06.2010 17:26

sie können aber auch nur mehr zahlen, wenn sie sich's leisten können... sehr viele können sich urlaub schon nicht mehr leisten, griechendumping hin oder her...

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