Regierung stellt Sparhaushalt vor

22. Juni 2010, 13:59
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Wachstumsprognosen gesenkt - Streichungen in Höhe von 7,2 Milliarden Euro angekündigt

London - Die neue britische Regierung hat in ihrem mit Spannung erwarteten Not-Haushalt die Wachstumsannahmen gestutzt. Wie Finanzminister George Osborne am Dienstag erklärte, geht er 2010 von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent und 2011 von 2,3 Prozent aus. Erst vergangene Woche hatte eine für den Haushalt zuständige Behörde 1,3 beziehungsweise 2,6 Prozent prognostiziert. Im Fiskaljahr 2010/2011 sieht das Budget eine Nettokreditaufnahme von 149 Milliarden Pfund und im Jahr darauf von 116 Milliarden Pfund vor. Britische Staatsanleihen reagierten auf die Kürzungspläne mit Gewinnen, während britische Aktien nachgaben.

Die Reduzierung des Defizits von zuletzt rund elf Prozent der Wirtschaftsleistung - fast so hoch wie in Griechenland - gilt als erster großer Test für die Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten. Rating-Agenturen hatten bereits gewarnt, die britische Bestnote für die Bonität könne in Gefahr geraten, falls die Regierung das riesige Loch im Haushalt nicht stopfen kann. Viele Volkswirte sowie die USA fürchten jedoch, dass ein harter Sparkurs Großbritannien zurück in die Rezession stürzen könnte. (Reuters)

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