Urlauberstrände verschmutzt - Bedrohung für Naturschutzgebiet
Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada ist bei einer Förderplattform im Roten Meer Öl ausgetreten. Der Ölteppich habe an einem Abschnitt von 20 Kilometern auch Strände in und um Hurghada erreicht, berichteten ägyptische Medien. Die Verunreinigungen seien inzwischen teilweise beseitigt worden. "Das bezieht sich nur auf die Touristen-Strände", so Amr Ali, der Geschäftsführer der unabhängigen Umweltschutzinitiative
HEPCA. Eine Bedrohung für das angrenzende Naturschutzgebiet am Roten Meer bleibe bestehen, so der Umweltschützer Amr Ali. Das Problem sei, dass sich der Ölteppich nahe der Naturschutzgebiete im Roten Meer ausbreitet.
Bis heute wurde der Urheber der Verschmutzung nicht benannt, obwohl das Öl bereits seit acht Tagen ausfließt. Keine der im Roten Meer tätigen Ölfirmen habe von sich aus die Verantwortung übernommen.
Für Ägypten kommt die Verschmutzung von Stränden zu Beginn der Urlaubssaison höchst ungelegen. Die Wirtschaft des Landes hängt in hohem Maße vom Fremdenverkehr ab. Allein nach Hurghada kommen mehr als eine Million Touristen im Jahr. (APA)