Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Der Schweizer SVP-Abgeordnete Dominique Baettig fordert allen Ernstes, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Vorarlberg, Baden-Württemberg oder Südtirol Teil der Schweiz werden können.
*****
Soll Vorarlberg ein Schweizer Kanton werden? Soll die Schweiz ihren Nachbarn in Baden-Württemberg, in Südtirol oder im Elsass ein freundliches Übernahmeangebot machen? Ja, meint zumindest Dominique Baettig, der Abgeordnete der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei SVP im Parlament in Bern. Baettig, ein Arzt aus dem französischsprachigen Grenzkanton Jura, hat einen entsprechenden Vorstoß lanciert, der freilich keine Aussichten auf Erfolg hat: Es sei ein gesetzlicher Rahmen zu erarbeiten, "damit grenznahe Regionen in der Form neuer Kantone in die Schweiz integriert werden können, wenn die Mehrheit der dortigen Bevölkerung ein solches Begehren stellen würde".
Die schriftliche Begründung, die Baettig zu seinem Vorstoß liefert: Die Menschen in vielen an die Schweiz angrenzenden Gebieten litten "unter dem Mangel an Interesse der jeweiligen nationalen und europäischen ,classe politique‘ gegenüber den Anliegen dieser grenznahen Regionen." Ob in Baden-Württemberg oder Vorarlberg, im französischen Jura und im Elsass, im Aostatal oder in Südtirol - überall, so Baettig, sähen die Menschen tagtäglich die Vorteile des direktdemokratischen Staatswesens Schweiz vor Augen und "wünschen seit langem mehr Souveränität für ihre Bürgerinnen und Bürger, also eine Demokratie mit menschlichem Antlitz."
Die Nachbarländer der Schweiz wären demnach in Baettigs Logik Demokratien ohne menschliches Antlitz (einmal abgesehen vom Fürstentum Liechtenstein - die Untertanen Seiner Durchlaucht im Fürstentum Liechtenstein scheinen offenbar kein Bedürfnis nach mehr Souveränität und Mitbestimmung zu empfinden).
Vor allem richtet sich der Vorstoß des SVP-Politikers, der von führenden SVP-Mitgliedern wie Parteichef Toni Brunner und Fraktionschef Caspar Baader mitunterzeichnet wurde, gegen die EU, "ein Gebilde, dessen zentralistische Institutionen zu ihren Bürgerinnen und Bürgern keine Verbindung mehr haben." Damit liegt Baettig auf der Linie des europaskeptischen Diskurses, den die nationalistische SVP seit Jahren pflegt.
Die Landesregierung, der Bundesrat, lehnt Baettigs Vorstoß hingegen rundheraus ab: Dies würde "einen unfreundlichen politischen Akt darstellen, den die Nachbarstaaten zu Recht als Provokation auffassen könnten." Die Beziehungen zu den betroffenen Staaten würden "in schwerwiegender Weise beeinträchtigt." Ein Sezessionsrecht könne nur als "Ultima Ratio" in außergewöhnlichen Situationen geltend gemacht werden.
Der politisch offenkundig völlig abseitige SVP-Vorstoß wurde denn auch kaum beachtet - erst drei Monate nach Einreichung griffen die Genfer Zeitung Le Temps und der Zürcher Tages-Anzeiger das Thema auf. In den Leserspalten der Blätter wurde es eher auf der Spaßebene abgehandelt: Man könnte doch gleich auch noch weitere Gebiete annektieren ("Meeranstoß wäre schön") schrieb jemand; ein anderer meinte, als Nächstes würde die SVP fordern, die europafreundliche und französischsprachige Westschweiz an Frankreich "abzugeben". (Klaus Bonanomi aus Bern/DER STANDARD, Printausgabe, 22.6.2010)
Link
Dominique Baettig auf Wikipedia
Nur wenn weiterhin alle jungen Schweizer einrücken, stünden der Armee genügend Ressourcen zur Verfügung - Nun ist das Volk am Wort
Abstimmung über hohe Managergehälter im März
Eine Schweizer Ingenieursfamilie hilft Pakistan beim Bau der Atombombe, wechselt dann zur CIA und die USA verhindern ein strenges Urteil
Die Eidgenossen stimmen häufig ab und kollidieren häufig mit den Grundrechten
Schweizer Außenministerium soll Konferenz Ende Juli bezahlt haben - Bern spricht von Vermittlungstätigkeit
Verteidigungsminister findet Amt "nicht so wichtig"
Zuzug sorgt für rasantes Wachsen der Bevölkerungszahl - In der Schweiz leben bereits acht Millionen Menschen
EU-Befürworterin Markwalder relativiert - EWR-Mitgliedschaft verliert an Gunst - Blocher: Wahl zwischen "Pest und Cholera"
Vater von Eveline Widmer-Schlumpf trat auch als Komponist "Raetus Telena" hervor
Jedoch keine konkreten Hinweise auf Gefahr eines Anschlags in der Eidgenossenschaft
Steuererleichterungen für Bausparen verworfen - Initiative "Staatsverträge vors Volk" chancenlos - Revision des Krankenversicherungsgesetzes abgelehnt
Schweizer Armee rüstet wegen Euro-Krise auf und übt den Ernstfall - Volksabstimmung über Wehrpflicht im nächsten Jahr
Fast zwei Monate nach dem romafeindlichen Weltwoche-Cover herrscht unter Schweizer Roma weiter Angst
SVP-Politiker nannte Asylbewerber "Abschaum"
"Direktdemokratische Partei" will gegen die EU und Islamisierung kämpfen - Gründer hofft auf Treffen mit Strache
Zwei Monate nach der Verhaftung in Hamburg
SVP mit Kürzungsanträgen im Parlament gescheitert - Auf 0,5 Prozent des BNE gestiegen
2.800 Fahrräder um mehr als acht Millionen Euro erhitzen die Gemüter
Weniger arbeiten und gleich viel verdienen? Welcher vernünftige Mensch könnte dazu Nein sagen? - Von Michael Möseneder
nun zur Kentniss nehmen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesc... faschismus
in die Schweiz auf jeden Fall wünschenswert - oder gar nach Liechtenstein, wo entgegen den Aussagen des werten Herren aus der Schweiz die Bevölkerung mehr Mitbestimmungsreicht eingeräumt wird als irgendwo sonst auf dem Erdenrund.
Es war interessant, dieses Thema zu diskutieren, als ob es ernst werden könnte.... Zustimmung und Ablehnung treten offen zu Tage.
Irgendwo könnte aus dieser Diskusion ein Impuls für mehr an echter Demokratie in der EU entstehen.
Ohne Demokratische Grundhaltung wären Neuzuzüger für die Schweiz eher eine Gefahr.
Hingegen eine Ausweitung der EFTA als Konkurrenzmodell zur EU könnte den Europäern eine selbstbestimte Alternative bieten...
Erschreckend ist die ablehnende, irgendwie unverantwortliche Einstellung vieler Österreicher zu Kärnten... da liegt von aussen gesehen ein enormer Zündstoff in der vergifteten Luft
ich träume nun ein bisserl......
Kärnten mit BZÖ und FPÖ verbleiben als Rest-Österreich mit allen Eurofightern, der Hypo Alpe Adria sowie den Staatsschulden. Dafür kriegen die Kärntner von uns die "Elite" - sprich alle Politiker und Schicki Micki noch als Draufgabe. Nur den Lugner mit Mausi, Katzi und Bambi behalten wir Lugner Schwiegersohn wird auch Kärnten geschenkt.
Der Rest von Österreich schließt sich der Schweiz an. Wir kriegen einen starker Franken statt schwachem Euro, leisten keine Zahlungen an die EU mehr und haben direkte Demokratie. Na schlecht?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.