ÖBB-Infrastruktur vor Verschlankung des Managements

21. Juni 2010, 17:13
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"WirtschaftsBlatt": Fünfer-Vorstand wird auf Dreier-Vorstand reduziert

Wien - Der Aufsichtsrat der ÖBB Infrastruktur AG berät am morgigen Dienstag über Personalia. Bereits zu seinem Amtsantritt hatte der neue ÖBB-Chef Christian Kern eine Verschlankung der Managementstrukturen im Konzern angekündigt. "Ob die Infrastruktur AG auf Dauer fünf Vorstände braucht, wird geprüft", sagte er im APA-Interview. Wie das "WirtschaftsBlatt" heute, Montag, berichtet, soll der Vorstand der Infrastruktur von fünf auf drei Mitglieder schmelzen.

Gilbert Trattner, ehemals FPÖ-Bundesgeschäftsführer und in der Infrastruktur für Finanzen zuständig, und Arnold Schiefer, früher im Kabinett von Ex-Infrastrukturminister Hubert Gorbach, sollen aus dem Vorstand ausscheiden. Beide sollen demnach mit niedrigeren Gehältern im Unternehmen verbleiben, Schiefer werde als Geschäftsfeldleiter weiter die Baudienstleistungen mit 6.000 Mitarbeitern betreuen, so die Zeitung.

Der fünfköpfige Infrastruktur-Vorstand war aus der Verschmelzung der Infrastruktur Bau und Infrastruktur Betrieb entstanden. Diese Wiederzusammenführung sollte Doppelgleisigkeiten beseitigen. Vorstandssprecher ist Andreas Matthä, die zwei offenbar verbleibenden Vorstände Georg-Michael Vavrovsky und Herwig Wiltberger. 

Anleihe

Die ÖBB-Infrastruktur hat eine staatliche garantierte Anleihe über 1,25 Mrd. Euro begeben. Die Laufzeit beträgt 15 Jahre, der Kupon wurde bei 3,875 Prozent festgelegt, teilte das Unternehmen am Nachmittag mit. Das Orderbuch habe sich "äußerst positiv" entwickelt, sodass von 1 auf 1,25 Mrd. Euro aufgestockt worden sei. Als Bookrunner fungierten Citi, Erste Bank, HSBC und Morgan Stanley. Mit dem neuen Bond setzt die ÖBB-Infrastruktur AG ihr seit 2005 laufendes Finanzierungsprogramm fort. Bisher wurden insgesamt 6 syndizierte Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 7,1 Mrd. Euro begeben. Die Emissionserlöse werden in das Schienennetz investiert. (APA)

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