Innsbrucker Flughafen verteidigte Alarmierungsplan

21. Juni 2010, 14:42
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Alle Feuerwehren der Landeshauptstadt waren wegen Notlandung von Dash-8-300 der AUA in Bereitschaft versetzt worden

Innsbruck - Die Leitung des Innsbrucker Flughafens und die Berufsfeuerwehr Innsbruck haben am Montag den Alarmierungsplan bei Notfällen mit Flugzeugen verteidigt. Nach Triebwerksproblemen bei einer Dash-8-300 der AUA war Sonntag früh die Stufe "2" (Flugnot) ausgelöst worden, alle Feuerwehren der Landeshauptstadt wurden in Bereitschaft versetzt.

Die AUA hatte von einem Routinefall, einem oft geübten Standardverfahren für derartige Situationen gesprochen und das Auslösen eines Großalarms als unnötig kritisiert. Die Notfallkette sei durch die Meldung des Piloten ausgelöst worden, betonte Branddirektor Erwin Reichel nach einer Besprechung am Flughafen gegenüber. Für den Tower sei nach dem Funkspruch klar gewesen, welches Prozedere in Gang zu setzen sei. Man lasse sich dabei "nicht von der AUA dreinreden, es geht um die Sicherheit in der Landeshauptstadt", sagte Reichel.

Auch Flughafendirektor Reinhold Falch betonte, dass aufgrund der Meldung des Piloten durch die Austro Control in Innsbruck "Alarmstufe Flugnot" ausgerufen worden sei. Daraufhin wurden seitens der Einsatzleitung des Flughafens Innsbruck die vorgeschriebenen Alarmierungen durchgeführt. Die Rettungskette von Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren, Leitstelle Tirol und der Rettung Innsbruck habe "perfekt funktioniert". Der Vorfall sei eine klare Demonstration dafür gewesen, dass der Flughafen Innsbruck und die Rettungsorganisationen auch für den Ernstfall bestens gerüstet seien.

Die Dash-8-300 der AUA-Tochter Austrian Arrows war auf dem Weg nach Kroatien, als sie kurz nach dem Start wegen eines Problems mit einem Triebwerk wieder umdrehen und am Innsbrucker Flughafen notlanden musste. Alle 48 Passagiere blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. (APA)

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